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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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502 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

consuetudo et adhuc plerumque tenetur, binomius erat sed suppressa vocationis Proprietät. . . dictus est Manasses, also waren bei den Vlamen Doppelnamen schon im 11. J a h r .hundert üblich. Die Darstellung über Ardre 95 p. 606, 40 Ut igitur proposito nostr'o satis-faciamus, quoniam huc usque Ghisnensium gesta . . . paravimus, ad Ardensium historiamiuxta propositi nostri ordinem disserendam et . . . Ghisnensium hystorie interserendam etcontinuandam . . . scriptoriam pennam transjeramus. Zur Solinübersetzung vgl. 81 p. 59830 Solinum autem de naturis rerum non minus phisice quam philosophice proloquentemquis nesciat a venerabili patre Ghisnensi magistro Symone de Bolonia studiasissima laborisdiligentia de Latino in . . . Romanitatis linguam . . . translatum et . . . ei (seil. Balduinocomiti) presentatum et publice recitatum?

Anführungen aus Dichtern: Prol. p. 558 Ovid. Met. 1, 5ff., 2ff. 1 f.; p. 559 n jj orA. P. 359. Praef. p. 559, 29 Ovid. Amat. 3, 62. 64. 18 p. 571, 7f. Verg. Aen' 6 854118 p. 571, 4 Terent. And. 941. 19 p. 571, 44 Ovid. Am. 1, 8, 3 (zum Teil). 55 p 58830. 31. 33 mit Benutzung von Verg. Aen. 2, 668 . 7, 455. 2, 162. 60 p. 591, 27 Hör En'1, 4,14. 2 95 p. 605, 49 Avian. fab. 1,16. 96 p. 607, 28 Ovid. Rem. 369.108 p. 613 8 StatTheb. 3, 348. 3 123 p. 622, 16 Ovid. Met. 6, 587.* 130 p. 626, 41 Ov. Met. 4, 64.146 p 636'16 Lucan. 1, 281.

Ohne wirklichen Nachweis behauptete W. Erben, 5 daß Lamberts Werk erst in dieWende vom 14. zum 15. Jahrhundert gehöre. Dagegen wendet sich mit Recht L. Gans-hof, 6 der den Beweis führt, daß es zwischen 1194 und 1206 geschrieben wurde. Dochhält Erben seine frühere Auffassung aufrecht und behauptet Abfassung ums Jahr1400.' G. Fedotow handelt in 'Srednewekowoi byt' Festschrift f. Iwan Graves (Lenin-grad 1925) S. 749 über die Darstellung des ritterlichen Lebens bei Lambert und bleibtgegen Erben bei der Abfassung um 1200.

Ueberlieferung im Vat. reg. 696 s. XV. Guelf. Heimst. 468 s. XVI. Bolon 148s. XVIII. Audomar. 814 und 773 s. XVII. Bruxell. 7813 s. XVII. Paris 5996 s. XVI.Ambian. 501 s. XVI. Brug. 434 s. XVII. Ausgaben von Duchesne, Hist. geneal. desmaisons de Guines, d'Ardres etc. (Preuves) Paris 1631; J. P. Ludewig, Reliquiaemanuscr. omnis aevi 8, 369; Godefroy-Menilglaise, St. Omer 1855; besondersvon J. Heller, MG. SS. 24, 557642. Vgl. Hist. litt. 16, 528. Wattenbach 2, 428.

17. SAXO GRAMMÄTICUS

Der Däne Saxo (der Lange ?) ist auf Seeland um 1150 geboren. SeinGroßvater und Vater hatten den Dänenkönigen in deren Kriegen treueDienste geleistet, Saxo aber war geistlich geworden und erzählt von derÖffnung des Grabes von Bischof Wilhelm von Roeskilde (1158) als zu seinenLebzeiten geschehen. Er gehörte zur näheren Umgebung des ErzbischofsAbsalon (Axel) von Lund, des Gründers von Kopenhagen, dessen Haus-geistlicher und Sekretär er war, und er hat es vielleicht zur Stellung einesKanonikus in Lund gebracht. Nach dem Tode seines Gönners ist er wohlin eine ähnliche persönliche Vertrauensstellung zu dessen NachfolgerAndreas (12021222) gelangt. Und beide Kirchenfürsten nahmen in ge-wisser Weise teil an Saxos groß angelegtem Lebenswerke, der HistoriaDanica. Absalon hatte nämlich gewünscht, daß einer seiner Kleriker dieGeschichte der Dänen darstellte, und Saxo hatte sich dieser Arbeit, da siedie andern ablehnten, unterzogen und etwa im Jahre 1186 damit begonnen.An anspornendem Zuspruch ließ es der Erzbischof nicht fehlen. Freilichreichten die geschichtlichen Urkunden der Dänen nur in die Zeit Ottos desGroßen zurück und Saxo konnte daher erst mit der Regierung HaraldBlauzahns (936986) einsetzen. Er schrieb zuerst das 14. Buch, das durch

1 Hier nur in Paraphrase, angeführt 19 4 quasi triatherica Bachi effigiantes.p. 571, 39. 5 Neues Archiv 44, 314340.

2 63 p. 592, 32 in Ascraea valle somniasse 6 Melanges d'hist. du moyen äge offertsvideamur nach Pers. prol. 2. ä Ferd. Lot (Paris 1925) p. 205234.

3 ingeminet cum Tideo: arma, arma viri. ' Mitt. d. Inst. f. österr.Gesch. 41,11 34.