450 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung
p. 316) Puiz par ordena de lo ystoire devons dire la prise de la cite de Salerne dncestui moine. Zeuge vgl. Gattola, Ad historiam abbatiae Casinensis Accession'es i i«
Petrus Diakonus 1 rühmt ihn Chron. monast. Casin. 3, 35 (MG. SS. 7, 728, 34) a'quoque episcopus et huius monasteril monachus his diebus scripsit versus de 'gestis nlorum Petri et Pauli et hos in quatuor libros divisit. Ystoriam quoque Normannorum
quoque episcopus et huius monasterii monachus his diebus scripsit versus de Pestis nlorum Petri et Pauli et hos in quatuor libros divisit. Ystoriam quoque Normannorumponens nomini eiusdem abbatis dedicavit und De viris ill. Casin. 30 (Muratori SS rp"" 1
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Italicarum 6, 36) Amatus episcopus et Casinensis monachus . . . Scripsit ad Grcoriun,imversus de gestis apostolorum Petri et Pauli et hos in quatuor libros divisit; fecit et de l Jeiusdem pontificis, de duodecim lapidibus et civitate coelesti Hierusalem. Historiam, aun 'Normannorum edidit eandemque in libros octo divisit. Zur Zeit der Abfassung der Geschickvgl. G. Baist a. a. 0. S. 281 (gegen F. Hirsch a.a.O. S. 207f.). Zur Stellung als Bischof(aber nicht von Nusco, vgl. Hirsch S. 209ff. und die Ausgabe der Geschichte von Delarrp. XVIIIff.) vgl. auch Necrol. Casinense zu Kai. Martii (Muratori, SS. rer. Ital. 7 9391Amatus episcopus et monachus und Delarc p. XIX — -XXIII, der meint, daß er wohl'zumBischof ohne Diözese erhoben worden sei.
a) Liber in honore beati Petri apostoli. Die Widmung des Werkes anGregor VII. ist durch Petrus Diakonus wie durch die Überlieferung bezeugtund wird durch einige Stellen des Gedichts bestätigt, denn 1,74 heißt es dieGewalt über den Erdkreis, die du, 0 Gregor, besitzest", und 192, Dies 0Papst Gregor, gibt dir das Recht des Lehrers". Außerdem wird im 7. Ka-pitel des 2. Buches Vs. 67 mit den Worten Pellitur ipse foras, pro qua mpapa, laborasSymortis hec pestis auf den Kampf Gregors VII. gegen die Si-monie hingewiesen. Das Gedicht bezweckt den Ruhm und Preis des ApostelsPetrus in vagem Anschluß an den biblischen Text. Das Werk ist in vierBücher geteilt, deren erstes die Taten und Worte Petri bis zum Tode Christibesingt. Zur Richtschnur hat sich der Dichter die betreffenden Bibelworteaus Matthäus und Johannes genommen. Das zweite, dritte und vierte Buchführt das Auftreten Petri weiter und begleitet es durch die Apostelgeschichtebis an seinen Tod. Hier werden für die Kapitelüberschriften weniger dieunmittelbar biblischen Worte genommen, sondern diese meist kurz para-phrasiert, so daß sie also den Hauptinhalt der behandelten Ereignisse an-geben. Allerdings stimmen die Kapitelüberschriften in der Zusammenstel-lung vor jedem Buche nicht mit den den einzelnen Stücken vorgestellten Über-schriften ganz überein und zwar weder in der Zahl der Stücke noch auch imWortlaut, so daß hier an eine Doppelüberlieferung zu denken wäre. Und sol-cher Unterschied macht sich auch in der Überschrift zum vierten Buchegeltend. Im 4. Buche werden von Kap. 9 an die Geschicke beider Apostelgemeinsam dargestellt werden, was wohl auch Petrus von Monte Cassinobe-wog, das ganze Werk De gestis apostolorum Petri et Pauli zu nennen. Übri-gens geht die Darstellung am Schluß des Buches weit über die Apostel-geschichte hinaus, denn es wird in Kap. 16 ff. nicht nur der Tod des Petrus,sondern Kap. 23 auch der des Paulus besungen. Das ganze Gedicht besitzt1304 Verse, 2 die teils leoninisch, teils nur durch Assonanz gereimt sind. Esbietet keineswegs einen nur einigermaßen interessanten Lesestoff, vielmehrist die Darstellung geradezu ermüdend. Das hängt damit zusammen, daßder biblische Wortlaut meist auf die äußerste Kürze beschränkt wird, sodaß die einzelnen Gedanken vielfach mit dem ersten oder zweiten Hexa-meter enden. So fällt das Gedicht in hunderte von kleinen Stücken ausein-
1 Vgl. zu ihm Wilh. Smidt in Papsttum 2 Die vier Bücher enthalten 301, 250,334U.Kaisertum, hrsg.von A. Brackmann, und 419 Hexameter.(München 1926) S. 278ff.