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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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434 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

Auf die Gewinnung Edessas folgt die genaue Beschreibung und Würdi-gung Antiochias mit einem Ovidzitat (Met. 1, 313317) und einer An-führung aus Solin 36, 3 (p. 156,1013), 1 der sich nach je einer Stelle ausder Hist. tripartita ein weiteres Zitat aus ihr steht 7, 24 col. 403 undHist. ecclesiastica eine weitere anschließt (310 B = Solin 7, 22 fp. 59, 1117)woraus zu ersehen ist, daß auch die Verhältnisse der Stadt im Altertumzur Sprache kommen. Das fünfte Buch setzt die schon im vorigen begonneneBelagerung der Stadt fort und erzählt ihre endliche Einnahme. 2 Das nächsteBuch schildert die dadurch herbeigeführte neue Lage, die Auffindung derhl. Lanze und den großen Sieg über den Sultan Kerboga, und das siebenteden Zug nach Jerusalem und die Ankunft vor der Stadt.

Mit dem Beginn des achten Buches hält Wilhelm wieder inne, indem erzunächst den Leser über Jerusalem, über die Örtlichkeit und Gegend derStadt sowie über den Tempel genauer unterrichtet. Hier muß Solin wiedereinspringen und Wilhelm kritisiert sogar dessen Angabe 35, 1 p. 154 } 3über den Wasserreichtum Judäas, und zwar in derselben Art, wie manheute darüber denken würde. 3 Dann erzählt er die Belagerung und ihreverschiedenen Mittel, endlich die Einnahme, ohne daß er an dem MordenAnstoß nähme. Die Erwählung des Oberhauptes im 9. Buche gibt ihm dannVeranlassung über die Herkunft Gottfrieds von Bouillon zu sprechen. Esfolgt die Erzählung des Sieges von Ramie und die Rückkehr vieler Großenin die Heimat. Das 10. Buch beginnt mit der Königswahl Balduins, 4 es reichtbis zu dem unglücklichen Ausgang der Kämpfe um Carrae, dessen Be-deutung für die alte römische Geschichte auch hervorgehoben wird. Hieruntersucht Wilhelm 10, 17 col. 469 D, ob Ramie schon im Altertum vor-handen war, was er aber verneint, und er erwähnt 5 aus einer Ulpianstellein den Digesten, daß der Kaiser Severus der Stadt Laodicea aus Dankbar-keit italisches Recht verliehen habe. Aus dem elften Buche das von Boe-munds Reise in die Heimat ausgeht und mit dem Tode Balduins I. (1118)schließt, ist wichtig, daß in Kap. 14 eine Unterstützungsaktion der Dänenund Norweger für das Königreich Jerusalem erzählt wird und in Kap. 28fünf Privilegien Paschais II. für Jerusalem gebracht werden. Im zwölftenBuche bereitet sich die bedeutsame Expedition des Königreichs gegenTyrus vor, indem der Eingriff Venetiens zur See zugunsten Jerusalemsund der Vertrag Venetiens mit Jerusalem von 1123 wegen der Belagerungvon Tyrus erzählt wird. Das nächste Buch handelt nun fast ausschließlichvon Tyrus. Um die Bedeutung der Stadt im Altertum zu kennzeichnen wirdvon ihrem Recht (nach Ulpian Dig. L, 13,1) und ihrer Geschichte berichtetund zwar mit Erwähnung (13, 1) von Lucan B. C. 3, 220f und Verg.Aen. 1, 12. 574, sowie einer Stelle aus Josephus über Hiram und Salomo,wobei die Möglichkeit der Identität Hirams mit dem mittelalterlichen

1 Wilhelm zitiert die Stelle aber aus dem p. 154, 11 f. 8, 9 col. 417 B = Solin 34, 141. Kapitel, wie überhaupt seine Zählung p. 153, 13154, 2 (Hinneigung zu SAP).der Solinkapitel von der unsrigen ab- 4 Darauf folgt ein Brief des Erzbischofsweicht. Daimbert von Pisa an den Fürsten von

2 5, 6 col. 332A eine große Heldentat Antiochia. 10, 20 col. 473C steht StatiusGottfrieds und 5, 11 col. 337 C ein Beweis Theb. 10, 704f.

für Wilhelms arabische Sprachkenntnis. 6 10, 23 col. 477 G aus Corp. iur. civ. L,

3 Sonst 8, 4 col. 411 C= Solin 35, 4 15, 3 (ed. Mommsen 1, 856).