C. Kreuzzugsgeschichte 429
, Qarnotensis capellanus ipsius Balduini eram; 1, 33 p.365F Ego Fulcherus Carno-°i «'s aui his intereram, vidi quadam die plures utriusque sexus . . . hac pluvia mori algi-dissima' 2, 2 p.375B (als er auf dem Marsche in Not geriet) Ego quidem vel Carnoti velAurelia'nismallem esse; 2, 5 Tp.380AQuod ego Fulcherus experimento didici.
Historia Iherosolymitana. Das Werk, das auch den Titel führt GestaFrancorum Iherusalem peregrinantium, besitzt ein Vorwort, in dem Fulcherauf die Bedeutung historischer Werke aufmerksam macht. Er bringt dannden Beginn des ersten Kreuzzugs mit dem Streben Papsts Urbans II. zu-sammen die Schlechtigkeit aus der Welt zu bannen; es folgen die Anspra-chen des Papstes auf dem Konzil von Clermont, ferner der Überblick überdie ausziehenden Fürsten und über die verschiedenen Wege, die sie ein-schlugen. Für die Ereignisse von Edessa ist Fulcher der einzige Augenzeugeund sein Bericht ist daher von hohem Werte. Sehr ausführlich berichtet erKap. 18 über die hl. Lanze und Kap. 20 bringt er einen Brief der Kreuz-fahrer an den Papst. Die Erwähnung von Tyrus Kap. 25 gibt ihm Gelegen-heit, sich an die Historia Apollonii Tyrii zu erinnern, von deren Lektüreer spricht. Über die Lage Jerusalems und über die Kämpfe um die Stadtgeht er eigentlich schnell hinweg. 1 Das zweite Buch setzt mit König Bal-duin I. ein, dessen Begierung es erzählt. Fulcher berichtet hier von verschie-denen persönlichen Nöten auf dem Marsche, wobei die Stelle über das ToteMeer interessant ist, dessen Gegend er, ohne auf Solin oder Plinius zurück-zugreifen, ausführlich schildert und dessen Wasser er gekostet hat. 2 Auchsonst spricht er über natürliche Dinge wie Kap. 34 p. 315, wo er lieber derKühnheit geziehen werden will, als das Erdbeben verschweigen, das er am24. Dezember 1105 in Jerusalem erlebte; Kap. 36 ist ganz mit einem Be-richt über einen Kometen und Nebensonnen ausgefüllt, und auch später(Kap. 61 und 63) werden Himmelszeichen beschrieben. Auch das dritteBuch, das mit dem Antritt Balduins IL anhebt, hat es zum nicht geringenTeile mit natürlichen Dingen zu tun. Im Anfang kommt Fulcher allerdingsauf sonst ganz abliegende Verhältnisse zu sprechen, wie in Kap. 3 auf denTod Gelasius IL und die Erhebung Calixtus IL, oder Kap. 13 auf den zwi-schen Staat und Kirche geschlossenen Frieden von 1122, 3 oder die kurzeErwähnung der Geschichte von Karthago (Kap. 29), die durch Eingehenauf Verhältnisse in Tyrus angeregt ist. Eine naturhistorische Episode abersind die Kap. 48f., denen im Kap. 47 die Erwähnung von Brieftauben vor-ausgeht. Nämlich hier wird zuerst von der Verschiedenheit der Tiere undPflanzen im Orient und Occident gesprochen und dann werden dem Orienteigentümliche Tiere, mit Krokodil und Nilpferd beginnend, kurz vorge-stellt; diese Beschreibungen sind aus Solin gezogen, wie Fulcher selbst an-gibt, 4 und auch der Schlangenkatalog im Kap. 60 ist aus Solin genommen. 5Dagegen hat Fulcher auf sein Versprechen in Kap. 49, auf die Wunder ein-zugehen, die Alexander der Große in Indien gesehen hat, kaum Bücksichtgenommen, denn er begnügt sich Kap. 60 p. 484,2 mit einem ganz kurzen Zi-
1 Eingehend aber spricht er von der geführt.
lurchtbaren Beute, die dort gemacht * 49 p. 476 G Hoc autem quod dixi tan-
uurde (Kap. 28). tillum a Solino . . . prout valui excerpsi; die
2,5 p. 380 f. Lesarten ergeben Anlehnungen an HR
Kap. 35 wird das p riv iieg p asc halis II. CGB.
tur den Patriarchen von Jerusalem auf- 6 Nämlich aus Coli. 27, 51 ff. und 28ff.