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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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418 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

gesprochen, gibt ihm die Erwähnung Boemunds Gelegenheit, auf die Frankenzu kommen. Das zweite Buch setzt mit dem Konzil von Clerrnont ein underzählt besonders den Zug Peters von Amiens; die zwei nächsten Büchersetzen die Darstellung fort und das vierte reicht bis zur Belagerung vonAntiochia. Das fünfte besitzt eine eigene Vorrede, in der sich der Autorüber seine Absichten bei der Abfassung äußert. Auch die beiden letztenBücher haben besondere Vorreden in schwer verständlichem Latein erhalten.Das Werk endet mit der Einnahme Jerusalems, doch hat der Verfassernoch einen Anhang über die Jahre 1101 bis 1104 gebracht. Nicht ohne Inter-esse ist sein Nachwort, wo er sagt, daß er keineswegs habe täuschen wollenwenn seine Gewährsmänner ihn etwa falsch berichtet hätten; und um seineDarstellung zu rechtfertigen, spricht er sich zuletzt sehr ausführlich über dieBerichterstattung Cäsars und des Hirtius Pansa aus und schließt mit denWorten: Wenn jemand über den Namen der Parther und des Caucasus inZweifel ist, so möge er Solin de mirabilibus, Pompeius Trogus de origineParthica und den Goten Jordanes über den Ursprung der Goten lesen.

Nach den Untersuchungen von G. M o n o d ist Guibert sowohl in den Gestawie auch in seiner Selbstbiographie als Schriftsteller wie als Quelle sehrhoch zu stellen. Er mutet uns durch die Art seiner Kritik und durch dieRechenschaft, die er von seiner Arbeitsweise und von seinem Stile giht,als ein moderner Geist in vielen kleinen Zügen an, der seiner Zeit voraus-eilte. Formell schreibt er zum Lobe Gottes, tatsächlich zu seinem Ver-gnügen.

Guibert liebt es, seine Prosa stellenweise mit Versen, 1 ja ganzen Ge-dichten zu schmücken, so daß es mehrfach den Anschein hat, als ob er hieraus einer poetischen Kreuzzugsgeschichte entlehne. Meist sind es Hexa-meter oder Distichen, aber es finden sich auch Asklepiadeen (p. 146), oder97 Adonier mit dreizehn Hexametern p. 157. 4, 6. p. 172f. besteht aus elfsapphischen Strophen und im 7. Buche p. 231 stehen 48 jambische Senare;merkwürdig sind aber jedenfalls 4, 8 p. 174 die vierzehn daktylischenHeptameter. Sonst finden sich viele einzelne Verse und wenn auch diesevielleicht auf andere Dichter zurückgehen, so sind die größeren Gedichtewohl alle von Guibert selbst verfaßt worden. Übrigens erscheinen in diesemWerke Guiberts nicht wenig seltene Wörter.

Zeugnisse. Zur Sprache p.117 si aliquotiens me a vulgari grammatica peregrinari con-tigerit, idcirco fecerim, quod vitia immo illud humi serp'ens eloquium praecedentis corrige-bam historiae. Vorrede p.119 Videram his deum diebus quam fecerit a saeculo mirabiliomgessisse . . . curavi quibus potui eloquiis . . . absolvere. Nee id solo . . . instinetu egi meo seisua aliquibus petitione huic adnitentibus fideliter voto. Quidam sane ut prosa scriberem,metro autem id fieri plerique rogabant, quoniam talis me studii in primaevo rudimenta cele-brasse satius iusto compererant. At ego . . . non versuum crepitibus enuntiandum rebarseimaiori. . . quam omnes belli Judaici historias maturitate dignum digeri. . . Nee difßeor mepostlherosolimae captionemex quo illiqui tantae interfueruntexpeditioni redire coeperunl,adscribendum ea animum appulisse (Ter. And.prol. 1). . . primo causas et necessitates... sicut

audieram proposui rejerenda ___ Quorum lenorem ab Mo priori quem prosequor auetore multn

veritate prolalum ab eis qui eidem interfuerant viae edidici. Ea sane quae ferebantur in honcontuli crebrius cum ipsorum . . . verbo et proculdubio expertus sum quia neutrum discrepatab altero. Ueber die Eigennamen p.121 dum enim quaedam quorum attigerim notionem,makab Mo auetore expressa cognosco, remota quaelibet... eadem pravitate enuntiata non dubilo ...De nomine autem Podiensis episcopi diu haesi, vix in huius operis fine edidici, non enin

1 p. 123F sind die Worte Hi tarnen acti als Vers zu drucken.