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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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C. Kreuzzugsgeschichte 413

In dem Bericht über die Anfänge Richards I. wird besonders die Krönungdes Königs ausführlich erwähnt, aber nun spielen die Verhältnisse im Orientun d auf dem Kreuzzuge die erste Rolle. So wird auch 3,37 ein rhythmischesGedicht von acht Strophen zu je vier gereimten Fünfzehnsilbern vorgeführt,das während des Zuges entstanden ist, da in der Schlußstrophe den Kreuz-fahrern Glück für ihre Unternehmung gewünscht wird. Darauf erhält derLeser ein genaues Itinerar des Königs nach dem Süden, 1 das allerdingswie überhaupt große Teile des Werkes, in einem sehr schlechten Stil abge-faßt ist. Man hört dann vom Vertrage Richards mit Philipp II. von Frank-reich und Tankred von Sizilien und von der weiteren Entwicklung der Dingein Asien. Manches ist eigener Bericht, wie die Geschichte Robert Guiscardsund seiner Nachkommen, die ebenso eine Einlage in das nach Jahren derKönige angelegte Werk bildet, wie eine längere Erzählung über den Anti-christ. Eingehend wird die Gefangenschaft Richards und namentlich ihreLösung geschildert und dabei werden eine Menge Urkunden, königlicheErlasse, Papstbriefe, Gesetze und Verordnungen vorgeführt und Verseaus Dichtern zitiert. Beim Tode Richards werden allein vier Epitaphienauf den toten König gebracht und in der Handschrift A wird die Ge-schichte vom Philosophen Secundus ausführlich berichtet. 2 Aber mittenin der Geschichte König Johanns bricht das Werk im Jahre 1201 ab, ohneirgendeinen Abschluß zu erhalten.

Zeugnisse. Zur Tätigkeit für den König vgl. Gesta Heinricill. ed. St üb bsl, 80. 91.Als iusiiciarius forestae vgl. Rot. Pipae 1 Ricardi I. ed. H un t er p. 89.140. 244. Anfang desWerkest,4 In exordiv huius operis genealogiam regumNorthanhimbrorum übet demonstrareut ad eorum tempora valeamus pervenire de quibus non est narratum post obitum reveren-dissimi sacerdotis Bedae. Das Gedicht Berters von Orleans 2, 330 Juxta threnos Jeremiae In vi sancti spiritus. Das zweite rhythmische Gedicht 3, 37 Planctus super itinere ver-sus Jerusalem firaves nobis admodum portantes trophaeum' . 3

Aus Dichtern führt Roger folgende Stellen an: 1,14 Boeth. cons. phil. 1 metr. 5, 2936undp.l9 4metr. 5, 21 f. 33 Verg. Aen. 2, 363. 187 Ovid. Am. 3, 4,17. 227 Ov. Met. 3,375f. Catonis Dist. 1, 27, 2. Ov. Am. 1, 8, 104. 241 Ov. Pont. 1, 2, 21 f.l, 1, 67f. (67 tur-bida). 2, 51 Aen. 4,174,151 Claud. Bell. Gild. 15, 384 f. 3, 29 Luc. B. C. 1, 92. 95. 91 Ov.Am. 1, 2, 33 (metuunt. tendunt). 1, 8, 62. 1, 8, 92 (petita meos). 1, 10, 13f. 91 Ov. Ep. 3,63.106 Luc. B. C. 1, 348 f.4, 5 Ov. Trist. 2, 33f. 30 Hör. Ep. 1,.18, 84. 4, 76 Juv. Sat. 1,160f. 144 Ov. Met. 3,135ff.

Ueberlieferung:Hss.imMus.Brit.reg.l4.C.2s.XII XIII. Oxon.Bodl.Laud.582.Arundel 69 s.XIII und 150 s.XIII. Cotton Claud. B VII s.XIII. Harlei. 3602 s.XIII.Oxon. Bodl. Douce 207 s.XIII. Ausgabe von Savile, Rer. Angl. SS. p.230471 (Lon-don 1596) und von W. Stubbs, Chronica magistri Rogeri de Hovedene, London 18681871. Auszüge MG. SS. 27, 138183. Vgl. die Vorreden von Stubbs. Wright, Biogr.brit. lit. Anglo-norm. period. p.410f. Lappenberg, Geschichte Englands 1, LXI.

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KREUZZUGSGESCHICHTE

1. GESTA FRANCORUM ET ALIORUM HIEROSOLYMITANORUM

Die größte gemeinsame Unternehmung des Abendlandes im Mittelalter

sind die Kreuzzüge, die nur dadurch möglich wurden, daß eine auf der all-

1 3, 52 wird Anth. lat. 668, lf unter dem 3 Liebermann meint MG. SS. 27, 150

! a ? en <K Ca " US an S efunrt . ebenso 3, 177. n. 1, daß es von Monachus Florentinus,

Ä vi mit der Überschrift De Se- dem Verfasser von De recuperat. Ptole-

cundo philosopho et eius pertinaci silentio. maidos gedichtet sein könne.