A. Chronologie. Annalen. Weltchroniken 335
erilus et in his, quae secundum veritatem Hebraicam dicebant, ludeorum erat eonsentiensassertionibus. Daselbst und Vir. ill. (587 D) zur Schrift über die Quatemberfasten. ZurCharakterisierung durch Godescalc (641C) Frequentabant autem eum maiores natu, ex-rdlentiores gradu, acutiores sensu qui erant in urbe Leodicensi, si quid questionis occurrereteis ad hunc deferre et cum eo conferre soliti. . . Ut vir prudens cum esset multae gravitatis,non erat indiscretae austeritatis, sed erat ad omnes ut res poscebat discretae mediocritatis.Longa confeclus senectute cum decubuisset extrema egritudine . . . ut vir altioris consilii. . .obnixe petiit in cimiterio nostro patribus omnibus consepeliri. In der Elevatio s. Wieberti 2(Miene 160, 677C) heißt es Sigebertus antiquae scientiae et reverentiae monachus, huiusnostrae aecclesiae Gemmelacensis oculus. Selbstverständlich war auch Sigebert in denmeisten Beziehungen ganz ein Kind seiner Zeit und seine sehr zahlreichen hagiographi-schen Schriften verraten deutlich, daß er ihren Wunderglauben ganz teilte, doch läßt einWort wie Vita Theodardi 11 (Migne 160, 754B) signa enim non faciunt hominem beatumsed eum beatae vilae fuisse ostendunt klar erkennen, daß er hier auch seine eignen An-sichten hatte; und zu dieser Auffassung gehört auch das Wort Vita Wieberti 17 (675A)miraculis quippe nonnumquam virtutes offuscantur, miracula vero solis virtutibus commen-dantur. Den Tod meldet Anselm in seiner Fortsetzung der Chronik zu 1112 (MG. SS. 6,375 17) Sigebertus venerabilis monachus Gemblacensis cenobii, vir in omni scientia littera-rum incomparabilis ingenii, descriptor precedentium in hoc libro temporum 3. Non. Octobrisobiit, vgl. Godescalci Gesta abb. Gembl. 72 (642A).
Die folgende Übersicht über Sigeberts Werke ist, da genauere chronolo-gische Angaben für viele fehlen, nach der vom Verfasser gebotenen Reihen-folge in Vir. ill. 171 (587 A—588D) gegeben, doch sind die Heiligenleben, alsminder wichtig, an die letzte Stelle gerückt.
a) Vita Deoderici episcopi Mettensis. Dietrich, Bischof von Metz,(965—984) hatte das Vincenzkloster begründet, und um den Stifter zuehren, beschrieb Sigebert auf Bitten der Mönche Ulrich und Rudolf seinLeben. An den Anfang stellte er zwanzig Hexameter, in denen er sich alsVerfasser und die Namen jener beiden Mönche nennt. Darauf folgt die Wid-mung an Bischof Folcvin wie die sich anschließende Vorrede, die mit derErklärung von Eccli. 44,1.8—10 beginnt und reichen Schwulst besitzt. Sige-bert meint, der Name Dietrichs könne in Vergessenheit geraten und dieseBesorgnis wolle er den Nachkommen nicht hinterlassen. Daran schließtsich eine Anrufung Christi mit acht Distichen, wo der erste Hexameter ausgriechischen Worten mit lateinischer Interlinearversion besteht, worausaber nicht geschlossen werden darf, daß Sigebert etwa Griechisch gekonnthabe. Aber auch die ersten Kapitel des Werkes selbst, wo Sigebert über dievornehme Abstammung seines Helden, über seine Studien und über seineErhebung zum Bischof handelt, bestehen fast nur aus Phrasen.
Dann spricht der Verfasser über die alte Stephanskirche und ihren Neu-bau, über die Errichtung des Klosters Wassaur und über die berühmtenMänner jener Zeit 1 mit besonderer Hervorhebung Bruns, 2 dessen Tod inKap. 8 nach Ruotger (c. 43—46) erzählt wird. Darauf preist Sigebert dietreue Brüderschaft zwischen dem Metzer und Halberstädter Klerus undrühmt die Metzer Bischöfe von Urbicius bis Adelbero. Alles dies steht abernur in ganz losem Zusammenhang mit Dietrich, und Sigebert fühlt das auchdeutlich und meint, daß er nun an das begonnene Werk wirklich herangehenwolle. So geht er dann über auf die Errichtung der Bauwerke durch Diet-rich, besonders des Vincenzklosters, wobei Verg. Georg. 4, 163ff. 168 para-phrasiert wird. Für die damalige Zeit aber von hohem Interesse ist der Be-
1 ' (MG. SS.4, 467, 38) wird auf Boeth. 2 Er wird p.467, 42 archidux genannt; einecons. pnil. 1,4 p. 11,15 ff. (P e i p e r) Bezug frühere Stelle für dies Wort kenne ich nicht,genommen.