268 Zweiter Abschnitt. Die Artes
hl. Bernhard 1 an Papst Innocenz II. (1140). Einmal (5, 5 p. 221, lf.) h e .rührt sich seine Erzählung mit Galfredi Monum. Hist. Britonum 11, 8 undsehr häufig sind die Berührungen mit Giraldus Cambrensis, was sich wohlaus der Freundschaft beider Männer erklärt. 2 Übrigens hat das Buch sehrwenig Anklang gefunden, denn es wird nirgends im Mittelalter erwähnt undnur in einer einzigen Handschrift überliefert.
Zur Dissuasio Valerii. Bekannt ist der Brief dem Verfasser der Distinctionesmonasticae, der zu Anfang des 13. Jahrhunderts in England schrieb, Pitra, Spicil. Solesm.2, 416 = ed. J ames p. 152,11 Flos Veneris — aculei. In alten englischen Katalogen wirder öfter aufgeführt, nämlich in Glastonbury (zweimal), Peterborough, Durham undCanterbury St. Augustin (dreimal), außerdem in der Sorbonne 1338 (zweimal) und beiAmplonius. James erwähnt p. XXXI ff. fünf Kommentare zu dem Briefe, deren einersich auch im Monac. 22374 s. XIV f. 3 findet. Ueberlieferung im Bern. AA 90 s.XIIIN. 25f.l—5. Monac. 631 s. XIV f. 71 b , 22374 s. XIV f. 11. Bodl. Digby 67 s. XII exMus. Brit. Add. 37749 s. XIII. Arundel 14 s. XII/XIII. Cantabr. Trin. Coli. 0. 7. 7.s. XIII. Einführung des Briefes in De nugis4,2 p. 142,14 ff., wo Walter über seinen Freundspricht und ihn schildert; da dieser gern heiraten wollte (142, 28) epistolam ei scripsimutatis nominibus nostris, me qui Waltherus sum Valerium vocans, ipsum qui Iohannesest et ruffus, Ruffinum. Pretitulavi epistolam sie: Dissuasio Valerii ad Ruffinum philo-sophum ne uxorem ducat.
Zu De nugis curialium. Zu Galfrid vgl. 1,10 p. 13,1 Et me, karissimemiGalfride .. .hinc philosophari iubes und 1,12 p. 17, 32 inter has preeipis poetari discordias ... 18, 12materiam mihi tarn copiosam eligis, ut nullo posset opere superari. Zur Aufzeichnung4, 2 p. 140, 27 Hunc in curia regis Henrici libellum raptim annotavi scedulis. Zu Konrad(Bonifaz) von Montferrat 5, 6 p. 241, 9 per manum Ronefacii marchionis de Montferralo,quem post presentibus Philippo rege Franeorum et Ricardo Anglorum duo Hassasisi 3oeeiderunt. Zu Gilbert Foliot, Bartholomäus und Baldwin 1, 12 p. 18, 20 GillebertusFiliot. . . in hoc senio suo . . . novumque veteris et nove legis opus . . . contexit, 27 Rartholo-meus eciam Exoniensis episcopus vir senex . . . hoc tempore scribit. Ealdewinus autemWigorniensis episcopus feriare fastidit a calamo. Zur Benutzung älterer und zeitgenössi-scher Literatur s. James p. XXII f. Die Berührungen mit Giraldus Cambrensis sind1, 16 p. 25, 10ff.: Giraldi Spec. eccles. 3, 20 (Opera ed. Brewer 4, 428f.). 1, 17 p. 20Spec. eccl. 3, 21 (4, 254ff.). 1, 25 p. 50, 10. 13. 17 Spec. eccl. 3, 15 (4, 225. 228. 225).1, 25 p. 50, 9 Spec. eccl. 3,16 (4, 231). 1, 26 p. 55, 20ff. Spec. eccl. 3 (4,184ff.). Außerdemgibt James p. Xlllf. mehrere Berührungen mit De nugis in den Briefen des PetrusBlesensisN. 14. 95. 79, glaubt aber wohl mit Recht nur an die Benutzung der DissuasioValerii. Ueberlieferung. Das Werk 4 tritt erst 1601 ans Licht. 6 Einzige Hs. Oxon.Bodl. 851 s. XIV ex. f. 7—72. 6 Ausgaben von Th. Wrigth, London 1851, von M. R.James, Oxford 1914 (= Anecd. Oxon. med. and mod. series XIV). Vgl. The Cambridgehistory of English Litterature 1, 188ff. (Cambr. 1907). Zur Komposition vgl. J. Hintonin Publications of the Modern Language Assoc. of America 32, 81—132 (1917); der-selbe in Studies in philology 20, 448ff. (1923).
c) Gedichte. Auf Walter werden eine Menge lyrische Gedichte in denHandschriften zurückgeführt, die ihn aber jedenfalls gar nichts angehen, undes wird nicht geringer Sonderarbeit bedürfen, hier sein geistiges Eigentumfestzustellen. Mit wirklicher Sicherheit kann ihm nur wenig beigelegt wer-den. Nämlich zuerst die sechs Distichen, die er seinem Freunde GiraldusCambrensis zum Danke für einen ihm von diesem zugesandten Stock schickte,ziemlich künstlich, aber nicht ohne Witz gedichtet, zugleich als Antwortfür die sieben Distichen, die ihm Girald mit den Geschenk gesandt hatte. 7
1 Dist. 1, 24 p. 38, 16 = Ep. 189. stammt.
2 Der App. 1 p. 260, 2 genannte Flaccen- 6 Vgl. James a. a. O. p. XIV.
sius ist wohl Eutrop Hist. Rom. 3, 11 ed. 6 Die Hs. ist genau beschrieben von
Dietsch p. 20, 25ff. James a. a. O. p. VII—XI (nach Poole)
3 d. i. Assassinen. 7 Giraldi Cambr. op. ed Brewer 1, 362
4 Auch nicht im Katalog von Ramsey die Verse Giralds, 363 die Antwort Maps.wird es erwähnt, woher die einzige Hs.