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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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2 26 Zweiter Abschnitt. Die Artes

leicht zusammen, daß Wilhelm ein Normalexemplar der Vulgata herstellenließ, in dem die Fehler der Abschreiber beseitigt wurden und die Verseihre ursprüngliche Einteilung erhielten.

Vita Theogeri Mett. 9 (MG. SS. 12, 451, 38) et Uli et alteri perito nihilominus viroHeimoni id iniunxit officii, ut in omnibus divinae historiae libris imo in toto tarn novoquam veteri testamento quaeque erant scriptorum vitio depravata corrigerent et ad antiquitalis/egulam per distinctiones, subdistinctiones ac plenas distinctiones emendando perdu-cerent. Quod venerabilis Theogerus cum tanto est studio executus, ut quod erat obscurumet paene inextricabile, quantum ad litteram, planum ac lucidum redderet et sui sagacisingenii evidens posteris indicium daret, maxime cum eadem eorundem apud nos 1 correctiohodieque perseverat. Vgl. hierzu Nestle, Theolog. Studien aus Württemberg 10, 305ff.

2. HUGO DE FOLIETO

Hugo scheint um 1100 geboren zu sein und nannte sich nach seinemHeimatsort Fouilloi, einem Vororte von Corbie. Er trat ins geistliche Lebenein und wurde regulierter Chorherr 2 in einer nahe bei Corbie gelegenenStiftung S. Laurentii de Helliaco. Im Jahre 1153 wurde er hier Prior undals solcher ist er 1174 oder kurz vorher gestorben. Er ist öfters mit Hugovon St. Victor verwechselt worden, indem seine Schriften unter dessenNamen abgeschrieben wurden und gedruckt sind.

Zu seinem Leben vgl. Mabillon, Annal. Bened. 6, 457 = Migne 196,1553.

Hugo verfaßte mehrere theologische Werke, die aber keine große Ver-breitung erhielten.

a) De claustro animae in vier Büchern. In dieser Schrift gibtHugo eine mystisch-allegorische Auslegung der klösterlichen Gebäudeund des darin zu führenden Lebens. Den Hauptinhalt des 2. Buchesbilden die XII abusiones claustri, die ganz nach dem Vorbild der Duodecimabusiones saeculi gearbeitet sind. Das vierte Buch enthält eine mystisch-moralische Deutung über die Stadt Jerusalem und schließt mit Betrach-tungen über das jüngste Gericht. Ob das in Peterborough s. XIV unterHugos Namen aufbewahrte Werk De aedificatione claustri materialis 3 sichauf diese Schrift bezieht, wird nicht leicht zu entscheiden sein; in der Sor-bonne und in Heidelberg 4 besaß man es unter dem richtigen Namen.

Ueberlieferung im Valentian. 188 s. XIII f. 1877. Monac. 4625 s. XIII f. 140und 4558 s. XIIXIII f. 4770 (unvollständig). Angeführt wird die Schrift vonVinzenz von Beauvais De erudit. puerorum, vgl. B. Haureau, Not. et extr. de quel-ques mscr. 5, 114. Ausgabe bei Migne 176, 10171182 (wie die andern Werke beiHugo von St. Victor).

b) De medicina animae. Hugo hatte eine solche Schrift an den ArztJohannes zu schreiben begonnen und war von andrer Seite um sein Manu-skript gebeten worden. Er hatte es aber verloren und er wiederholte nundie Schrift aus dem Gedächtnisse. Er geht hier von körperlichen Verhält-nissen und Zuständen aus und kommt von da auf das Heil der Seele zusprechen. Da er die Prognostica des Hippokrates 5 und einen Passionarius 6

1 Nämlich in Prüfening. 5 C.9 (Migne 176, 1196C) Unde Hippo-

2 Der Valentian.188 s. XIII f.107 bezeich- crates in Prognosticis: Primo, inquit, aegrinet ihn als Magister; er war also vielleicht faciem pernotabis. Pro ralione nominis nolaLehrer, wenn dies Prädikat nicht von Hippocrates equi rector dicitur.

Hugo von St.Victor auf ihn übertragen 6 C.21 col.1201 B Sicutautem in Passio-

wurde. nario legitur, oportet ut myrobalano i.e. un-

3 Serapeum 12, Intelligenzblatt 154. guentariaglande viola etabsinthio ethissimi-

4 Toepke, Die Matrikel von Heidelberg libus medicetur. Migne 176,1205B undeet1, 656 N.7. Delisle, Le cab. des mscr. 3, Hermione loquitur: Malarum me mulierum101 Qo, de medicina anime ib. Qo QpetCo. decepere consilia.