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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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A. Schriftsteller des Triviums 185

und Veränderungen an seiner Summa vorgenommen, sondern hat auch eineganze Anzahl andrer Werke auf seinen berühmten Namen zurückgeführt.Summa (oder Gommentum?) Prisciani. Vielleicht begann Petrusmit der Bearbeitung von De constructione (Lib. XVII, XVIII), da er sich imExzerpt von Lib. I XVI hierauf zu beziehen scheint. Jedenfalls hat er diebeiden Teile Priscians getrennt herausgegeben. In beiden Teilen begnügt ersich mit der Hervorhebung der Definitionen, Regeln und Beurteilungen,doch geht er oft auf Fragen ein, die sich an den behandelten Text knüpfen;dagegen läßt er die von Priscian gebrachten Beispiele fast regelmäßig weg,führt aber mehrfach neue Autoren als Quellenbelege ein. Von späterenGrammatikern macht er sehr wenig Gebrauch, er nennt sie antiqui, undnur ganz selten zitiert er ihre Namen, wie Manegold 1 und Anselm, 2 währender den mehrfach benutzten Isidor nicht nennt. Seine Kenntnisse des Grie-chischen sind äußerst mangelhaft und auch bei seinen Interpretationen ver-mißt man wirkliche Schulung, was auch für die von ihm vorgetragenenEtymologien gilt. Aus der Zeit genommen sind die Bemerkungen zu fran-zösischen Ortsnamen, von denen er auch einige indeklinable auf is anführt,sowie die Vorliebe für Derivationen. Jedenfalls erheben sich seine Kennt-nisse durchaus nicht über die der Zeitgenossen und unentbehrlich hat erden Priscian nicht machen können. Aber im 12. und 13. Jahrhundert istsein Werk hoch geschätzt worden und Vincenz von Beauvais hat seinSpeculum doctr. 2, 8-181 ganz aus ihm geschöpft, wie er am Schluß seinerGrammatik selbst sagt. 3 Doch blieb im 14. Jahrhundert nur sein Name be-rühmt, aber sein Werk wurde unbekannt; denn man legte ihm in jenenZeiten sogar einen poetischen Auszug aus Priscian bei, der sich nirgendsan seine Summa, wohl aber an das Doctrinale des Alexander anlehnt. Undähnlich steht es mit anderen ihm zugeschriebenen Arbeiten.

Zeugnisse. Lehrer in Paris vgl. die Hs. Arsenal etc. 4 f.51 Me sedente Secana curritParisius. Die Zeit bestimmt sich nach Johannes Saresber. Metalog. 2, 10 ed. Giles,Opera 5, 80, 9 Sed eam (seil. Ciceronis rhetoricam) postea a Petro Helia plenius aeeepiund danach, daß der Katalog von Peterborough s. XII (B. 116, 41) die Summa PetriHeylae de grammatica anführt sowie aus dem zwischen 1140 und 1150 liegenden BriefArnulfs von Lisieux (Arnulfi Lexov. Epistolae ed. Wright p. 99 N.14) Ad magistrumPetrum Helyae . . . Est igitur voluntas nostra quod redeat* ut tarn a nobis quam a patrefratribusque correplus possit ad vos aliquando mutata in melius voluntate reverti, endlich ausder Erwähnung in einem Gedichte von Walter Map (Poems comm. attrib. to W.Mapesed.Wright p.28) vidimus Lombardum, cum YvoneHelyam Petrum et Bernardum, geschrie-ben nach Juli 1141, s. H. Denifle, Archiv f. Lit. u. KGesch. des MA. 1, 606. Zu denQuellenbelegen gehört z. B. Gellius (Monac. 14424) f. 2b Agellius itaque in libro noctiumAtticarum duas antiquorum de voce ponit sentencias, wo Gell. 5, 15, 6 f. zerdehnt und er-weitert folgt. Zur Etymologie des Petrus vgl. Thurot, Not. et extr. 22, 2, 146 f., zumGriechischen p. 109, zur Interpretation p. 110 f., zum Verbum p. 178 ff., zu den Orts-namen p, 204 (indeklinable auf is p. 326).

Beispiele aus Monac. 14424 f. 23b poeta dicitur a poio, is quod est fingere. Dieresis exdia et heresis, quod est divisio in duo . . . aulularia dicitur quasi ollularia et dicitur ab ollaquia in comedia illa agitur de olla auri plena . . . Opasin ut quidam dieunt nomen est insule

1 Monac, 14424 s.XIII f. 20a sed magi- 1624) Hec de singulis partibus orationis . . .

ster Manegaldus dicebat compositum ex com iuxta Petrum Helyae, qui Prisciani sum-

et pede et capio, pis. mam breviter collegit. . . ad pr^sens excerpta

a Arsenal, belles lettres lat.4f.71 (Vinc. sufficiant.

Bellov. Spec. doctr. 2,89) Magister Ansei- «Wahrscheinlich Arnulfs Neffe Hugo,

mus,-vielleicht ist es Anseimus Laudunensis. der spätere Archidiakon von Lisieux, vgl.

Sp. doctr.2,181 col.204 (ed. Duacensis Ep.98 p.255.