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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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183
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A. Schriftsteller des Triviums 183

a) Die Introductiones de notitia versificandi scheinen eine kurzePoetik zu sein, da hier über Prosodie, Versfüße, Elision, Gäsur und Reimgehandelt wird, wie die Auszüge bei Thurot ergeben. So sagt Paulus, daßes zwar 124 Versfüße gebe, aber die heutige Zeit gebrauche davon nur drei,nämlich Daktylus, Spondeus und Trochäus; 1 man lernte also damals initalienischen Schulen nur Hexameter und Pentameter anfertigen. DieElision wird als altmodisch von ihm verboten 2 und die Regel hingestellt,daß eine von Natur kurze Auslautsilbe in der Hebung des dritten Fußes,also vor der Zäsur, lang gebraucht wird. Beim Reim scheidet er versus con-sonantes, leonini, caudati und catenati. 3 Paris. 7517 f.26b33b.

b) De primis syllabis. Die Schwierigkeit der Quantitätsbestimmungbezüglich der Stammsilben hatte schon mehrere Anleitungen darüber her-vorgebracht. Das vorliegende Werk Pauls 'Exemplar de notitia longitudiniset brevitatis quo prime syllabe utrum breves an longe sint per exemplumcognosci possunt', scheint die Sache ziemlich ausführlich in die Hand zunehmen. Seine Versbeispiele, schließend mit Ovid. Met. 15, 755, entnimmter acht antiken und vier christlichen Dichtern, 4 stellt aber Ovid überhauptan die letzte Stelle. Paris. 7517 f.33b Nemo potest sensum scripture co-gnoscere 54 b tumentem.

c)Introductiones dictandi. Diese kurze Anleitung zum Briefschreibenverfolgt nach dem grammatischen Werke und den Schriften zur Dichtkunstden Zweck, die höhere Ausbildung in der Prosadarstellung zu geben, nament-lich in Hinsicht auf den Schlußteil von Pauls Gesamtwerke. Er sagt f. 55Ars . . . dictandi vocari non sine merito valet doctrina que dal certarn viamrationemque dicendi. Das Werk beginnt Inc. introductiones dictandi a fratrePaulo Camaldulense monacho breviter composite f. 59 per demonstra-tionem loci et temporis firmitatem valoris optineant. Vgl. Thurot a.a.O. p.25und 91 n. 3.

d) Registrum. Ein Verzeichnis von Briefen in drei Büchern, und zwar vonBriefen, die sich auf die Kurie beziehen. Das ist nun zwar jedenfalls keineSammlung authentischer Briefe von Päpsten oder an Päpste, sondern wohlvielfach Pauls eignes Elaborat, aber es können, wenn auch veränderte,Originale darin aufbewahrt werden, und es ist möglich, daß dieser Schlußteildes Ganzen dessen wichtigster Bestandteil ist. Den drei Büchern sind Ka-pitelübersichten vorangestellt, und das erste beginnt mit einer Stilübungüber den Primat und die Hoheit des apostolischen Stuhles gegen die, dieder römischen Kurie übel gesinnt sind. Das könnte in die Zeit Paschalis ILoderEugenius III. passen, und aus den Briefen, die ja irgend welches Zeit-kolorit besitzen, ließe sich am leichtesten die Zeit Pauls bestimmen; so istes zu bedauern, daß Thurot es unterlassen hat, einige Notizen zu geben;übrigens ist das Ende der Handschrift unvollständig, der Schluß des vor-letzten und das letzte Kapitel vom 3. Buche fehlen.

Paris. 7517 f. 59 Inc. capitula primi libri in registro fratris Pauli Camaldulensis mo-nachi. De primatu et sublimitate sedis apostolice contra eos qui de curia Romana non benesentiunt f.86 pro certo nee dubi. Vgl. Thurot a. a. O. p. 25.

Daselbst 22,2,440. stico modo prolatum videtur.

Daselbst 22,2,444 Quod a modernis vi- 3 Daselbst 22,2,452.latur, non quia non liceat, sed quoniam ru- 4 Sedulius, Prudentius, Arator, Prosper.