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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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B. Theoretische und praktische Theologie. Philosophie 73

subliliter rimaretur, in puteum repente corruit et hianti sicut dicüur immanüate profun-dum et obscenis sordidum squaloribus plenum. Cui nimirum philosopho domestica eratancilla nomine lambi, quae in dominum suum libere ac prudenter invecta per metrumiambicum, quod ex ea postmodum tale nomen accepit, 1 super eo plausibiliter dixit: Do-minus, inquit, meus ignorabat stercora quae sub eius pedibus erant et nosse tentabat sidera.Woher stammt die Erzählung ?

Von seinen Schriften sind die Briefe von hohem Wert für die Geschichteder Zeit. Man hat sie nach den Adressaten in acht Bücher geordnet, so daßdie Kleriker voranstehen und die beiden letzten Bücher den Laien gewidmetsind;F.Neukirchhat sich der Mühe unterzogen, die einzelnen Stücke zeitlicheinzuordnen, soweit das möglich ist. 2 Viel weniger Bedeutung haben diehagiographischen Arbeiten, nämlich ein Leben Odilos von Cluni, dasLeben des hl. Maurus, Bischofs von Gaesena, das Leben Bomualds, des Schutz-patrons der Avellanaklöster, das Leben des Bischofs Bodulph von Gubbiound die Passion der Flora und Lucilla. Bei seiner ausgesprochenen Bichtungfürs praktische Leben hat Petrus häufig Predigten gehalten und sie zum Teilaufgeschrieben der Nachwelt hinterlassen. Es werden ihm im ganzen 75Sermones beigelegt, von denen 66 nach der Zeit angeordnet sind undsich auf die in der Avellanakongregation besonders verehrten Heiligenbeziehen.

Von viel größerer Bedeutung aber sind die eigentlichen Schriften (Opus-cula) des Petrus, die fast alles Gelegenheitsschriften von vorwiegend prak-tischer Richtung sind. Im Vordergrund steht bei ihm die Überwachung undLeitung des geistlichen Lebens. Dafür ist er unermüdlich tätig gewesen,und wenn er für die Exegese nur wenig liefert, auch selten nur apologetischtätig gewesen ist, so hat er auf dem Gebiet der Pastoraltheologie und derMoral eine reiche Fülle von Schriften hinterlassen. Unablässig ist er bemüht,den geistlichen Stand und die Laien zu heben und auf die allgemeine Sitt-lichkeit zu wirken. Hier ist ihm nichts zu unbedeutend, er zieht das ganzeäußere und innere Leben der Mönche, Eremiten und Weltkleriker in denBereich seiner Kritik und Ermahnung hinein und verschmäht dabei nicht,wunderbare Fabeleien des Altertums als bare Münze und als rechte Zeichender Allmacht Gottes auszugeben 3 oder die wunderliche Phantastik desPhysiologus für wahr zu halten. 4 Jedenfalls verraten die 60 kleinen Schriften,zu denen auch mehrere kirchenpolitische gehören, die wir schon betrachtethaben, einen ungemein beweglichen und umsichtigen Geist, der stets dasBeste gewollt hat.

Gedichte. Daß Petrus der Poesie nicht abgeneigt war, bezeugen schonmehrere kleine Gedichte, die er in seine Prosa hineingestellt hat 5 und die

1 Von der Jambe, der Tochter (Dienerin) (arpaxare), z.B.Opusc.18,7 (M.145.410C),des Celeus sprechen Marius Plotius bei 42, 6 col. 672 B.

Keil 6, 498, 10 ff. und Diomedes Keil 1, 6 Epist. 1,15 (M. 144, 235B, 4 Distichen).

477,1 ff. 1,20 col. 246D (einige rhythmische Stro-

2 a. a. 0. S. 91116 bei der Datierung phen, von denen 13 auch 4,9 col. 313 Gdersämtlichen Werke des Petrus. Vgl. auch erscheinen; gedruckt auch als Carm. 172t'-Cipolla.Attidellar.Accad.dellescienze col. 963, wo aber die letzte Zeile natur-al Torino 27 (1892), 742747. lieh wegzufallen hat); Op. 19, 5 col.432D

Besonders in De divina omnipotentia, (4 Hexameter, 3 als Carm. 163 [col. 962]U PUSC 36, 11 (M. 145, 613Cff.). gedruckt); Op. 45, 7 col. 701C 2 -Hexa-

Mehrmals begegnet das Wort harpaxare meter.