68 Erster Abschnitt. Die Theologie und Philosophie
tionen, 1 Digesten und dem Codex iuris civilis, 2 benutzt die Rhetorik ad Herennium(1, 6, 11) p. 542, 3 ff., Cicero de officiis (2, 23) und Tuscul. (4, 20, 45) p. 538, 19 f., Sal-lusts Jugurtha (35) p. 535, 34, Seneca De dem. (1, 1, 7) p. 535, 35 ff., Horaz Epist.(1, 1, 60 f. p. 535, 3 und 1, 18, 94 p. 536, 17) und Sat. (2, 3, 103) p. 542, 3, Lucan (B. C.5, 340—343) p. 534, 7, Boethius de consol. phil. (2, 2, 72 ed. Peiper p. 46) p. 533, 5und eine Stelle aus dem Prolog zu De trinitate IV (p. 528, 21), die Aphorismen desHippokrates (1, 1) p. 531, 4 und von Cyprian De unit. 5 (p. 214 H.) p. 529, 14 undEpist. 55, 8 (ed. H. p. 629) p. 529, 19, von Macrobius Somn. Scip. (1, 6, 8) p. 529, 25. 3Volkstümlich klingt p. 533, 25 illud vulgare quo dicitur ,ea pars maior que sanior' und543, 5 astutum medicum imitando qui pro scamonea et aloe titimallum et pro pipere pu-legium vendere solet; sprichwörtlich ist vielleicht auch p. 528, 18 talis est acsi molendi-num aquam petat a furno.
Eingang: Petivit a me vestra dilecta mihi dilectio quatenus de ancipiti huius temporisstatu et bicipti papatu quid sentiam scripto vobis denunciem. Ueberlieferung. In Prü-fening besaß man s. XIV (vgl. Zentralbl. f. Bibl.-Wesen 20, 112) N. 251 einen Dya-logus de ecclesiastico principatu, womit vielleicht die Schrift gemeint ist. Einzige Hs.Monac. 17184 s. XII (aus Schäftlarn). Erste Ausgabe von H. Böhmer, Libelli de lite3, 528—546.
44. CAUSA DUORUM APOSTOLICORUMDies Gedicht von 52 Distichen ist wohl im Jahre 1163 verfaßt, als Ale-xander durch die Synode von Tours von den englischen, spanischen undfranzösischen Bischöfen anerkannt worden war. Sein Verfasser ist ein Fran-zose und, wie H. Böhmer meint, 4 vielleicht der berühmte Dichter Matthäusvon Vendöme. Die beiden Päpste Oktavian und Alexander sind vor dieRichter getreten und bringen ihre Sache vor, indem sie sich gegenseitigabwechselnd in einzelnen Distichen verklagen. Die Richter urteilen, daßAlexander recht hat und Viktor besiegt ist. Man hat es hier mit einem Ge-dichte zu tun, das seinen Stoff unmittelbar den großen Gegensätzen der Zeit-geschichte entlehnt und den Beweis liefert, daß das Bewußtsein von derBedeutung ihrer rechtlichen Entscheidung in weite Kreise gedrungen war.
Ueberlieferung im Paris. Arsenal 1136 f. 21 s. XII 5 und Petropol. O I 15 f. 116s. XII. Ausgabe von H. Böhmer, Libelli de lite 3, 549—551.
BTHEORETISCHE UND PRAKTISCHE THEOLOGIE.
PHILOSOPHIE
1. PETRUS DAMIANIIn Petrus Damiani lernen wir einen Mann kennen, den Begabung, Kennt-nisse und schwärmerische Auffassung hoch über seinen Geburtsstand ge-stellt haben, in dem aber der Kardinal den Eremiten nicht hat abtötenkönnen. Er scheint im Januar 1007 geboren zu sein, 6 und da er früh die El-tern verlor, wurde er von seinem Bruder Damianus auf erzogen, der ihn dann
1 Libelli 3, 530, 35. 531, 1. 532, 3. 538. » Es steht hier" mitten unter Gedichten
2 Libelli 3,537,2.8.538. — Das Decretum des Petrus Riga.
Gratiani wird p. 540. 541 öfters benutzt. 6 So Neukirch, Petrus Damiani S. 12,
3 p. 545, 26 wird Sidonius Ep. 5, 7, 4 während Roth (Mitteilungen etc. 7,1,126)(p. 82,23—28 ed. Lue t Johann) angeführt 1006/7 annimmt; vgl. Petri Dam. Op. 57, 5mit einigen kurzen Auslassungen und ge- (Mignel45, 825 A) V ix plane quinquennioringen Abweichungen (succendendum). ante meae nativitatis exortum humanis re~
4 Vgl. Libelli 3, 548. hus exemptus est tertius Otto.