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Morbidität und Mortalität bei den deutschen Heeren und bei den in Deutschland untergebrachten kriegsgefangenen Franzosen
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Morbidität und Mortalität bei den Deutschen Heeren und bei den in Deutschland internirten kriegsgefangenen Franzosen. Band II,

8 000 Mann,8 0008 00012005 0002 000 -

li. Marschordnung und Transportordnung: Echelonszu 2000 Mann. Nie durften an einem Tage im Ganzenmehr als 10 000 Mann an einem Ruhepunkte eintreffen.Dementsprechend regelte sich der Transport auf den Bahnen:5 Züge täglich, jeder Zug 2000 Mann umfassend.

Glogau.

. 8 000 Mann,

Coblenz

Posen .

. 5 000

r>

Cöln .

Neisse .

. 5 000

n

Mainz .

Glatz .

500

»

Schwerin

Cosel .

. 2 000

>)

Dresden

Wesel .

. 5 000

n

Ulm .

Minden.

. . 5 000

«

Armee von Metz.

gefangenen Armee:

2.

a. Grösse der gefangenen Armee: 173 000 Manneinschliesslich 6000 Offiziere, am 29. Oktober übernommen.Darunter wurden zum Transport bestimmt 144 978 Unter-offiziere und Mannschaften; in Metz blieben zunächst28 022 Mann, nämlich 6000 Offiziere mit ihren Burschen,ausserdem Verwundete und Kranke. (In Wirklichkeittransportirt wurden 148 300 Mann.)

b. Zeit des Abmarsches: vom 30. Oktober ab.

c. Transportlinien: die eine Hälfte, circa 80 000 Mann,erreichte in Pussmärschen (über Boulay) Saarlouis, von damittels Eisenbahn Trier, wieder zu Puss Gerolstein, umvon da mit der Eisenbahn in Cöln anzulangen; die andereHälfte, circa 70 000 Mann, wurde in Courcelles eingeschifftund auf der Linie MetzBingerbrück dem Rheine zugeführt.

d. Dauer des Pussmarsches: BoulaySaarlouis einTagemarsch.

e. Verpflegung: aus den Magazinen der I. Armee biszur Grenze. (Den Magazinen der IL Armee lag die Ver-proviantirung der Stadt Metz ob.)

f. Unterbringung: bis zur ersten Eisenbahnstation stetsBiwak, von da an stets Massenquartiere, soweit überhauptnoch Quartiere nach Fussmärschen nothwendig waren.

g. Ursprünglich beabsichtigte Vertheilung auf einzelneDepots:

Königsberg

. 4 000 Mann,

Cosel . . .

3 000 Manu,

Graudenz .

700

!)

Wesel . . .

10 500

Thorn . .

700

11

Minden. .

5 000

Danzig . .

. 6 000

11

Coblenz

10 000

Stettin . .

. 9 000

11

Cöln . .

9 000

Colberg

. 4 000

11

Mainz . . .

14 000

Cüstrin. .

. 1200

11

Jülich . .

1500

Spandau .

. 2 000

1)

Rendsburg

1500

Magdeburg

. 15 000

11

Schwerin .

600

Wittenberg

. 2 000

11

Dresden .

3 000

Torgau. .

. 6 000

1!

Neu-Ulm .

4 000 .,

Erfurt . .

. 5 000

11

Germersheim

1000

Glogau. .

. 6 000

))

Ulm. . .

5 000

Posen . .

. 4 000

11

Rastatt. .

3 000

Neisse . .

. 9 000

11

Darmstadt.

600

Glatz . .

. 2 000

h. Transportordnung: Echelons zu 2000 Mann; aufjeder der beiden Bahnstrecken (von Courcelles vom30. Oktober, von Saarlouis vom 3. November ab) täglich5 Züge, jeder Zug zu 2000 Mann.

Der Gesundheitszustand, in welchem die Gefangenenvon Sedan in ihren neuen Bestimmungsorten eintrafen, Swar keineswegs ein guter. Namentlich hatten RuhrTyphus unter ihnen schon grosse Verbreitung gefunden!und zahlreiche Aufnahmen in die Kriegs- und Etappeilazarethe der III. und der Maas-Armee nothwendig gt-lmacht. 1 ) Ueber die Gesundheitsverhältnisse vor der |Gefangennahme fehlen in den bezüglichen FranzösischenWerken nahezu alle Angaben. Aus den von Chenu*)zusammengestellten Tagebüchern von Ambulanzen der frei-willigen Krankenpflege, welche den Feldzug von Chälonslaus mitmachten, geht nur hervor, dass keine gezwungolwar, sich für Kranke der vormarschirenden Armee Ietabliren. Jedenfalls hatte es an Einwirkungen, weide Idie individuelle Widerstandskraft herabsetzen musstejnicht gefehlt. Einerseits war die Verpflegung von Begnlan nicht genügend geregelt gewesen. Alle Theüe ölArmee nach einander, am meisten aber und fast daucn.|das auf dem rechten Flügel marschirende VII. Armeewelches von den Magazinen in Reims, Rethel und Meziertweit entfernt blieb, hatten von Mangel zu leidenkonnten demselben bisweilen nur durch Requisitionen!den von den Bewohnern zum Theil verlassenentheilen einigermaassen abhelfen. 3 ) Andererseits woauch da, wo es an Zufuhr nicht gebrach, eine geordnetVerpflegung dadurch unmöglich, dass die Truppentief in der Nacht an den für sie bestimmten Biwaksplätzeanlaugten. 4 ) Von weit nebensächlicherer Bedeutunges ohne Zweifel, dass der grössere Theil der Armeehalben Umkreis der Cernirungslinie von Metz beriiund an den südlichsten Punkten (Gorze, Corny, Tenietwa anderthalb Tage in unmittelbarster Nähe intiziiOertlichkeiten verweilen musste. Denn auch in demlieh von Verdun vorübermarschirenden Theile hatteRuhr schon weite Verbreitung gefunden. 5 )

Im Gegensatz zur Armee von Sedan waren die;der zweiten Hälfte des September und Anfang Oktoi^nach Deutschland übergeführten BesatzungstruppenToul und Strassburg (im Ganzen 238 Offiziere

i) Vergl. I. Band dieses Berichtes, S. 147 ff.

2 ) Siehe Chenu, AperQU etc. Tome premier, Ambulffl«!8. 104, Ambulance 4, 8. 116, Ambulance 5, 8. 127, und Ambula«|S. 131.

3) Siehe Generalstabswerk II, S. 965, 972 und 1109.

4 ) Ebendaselbst, S. 1039.

5 ) Siehe I. Band dieses Berichtes, S. 152.

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