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Morbidität und Mortalität bei den deutschen Heeren und bei den in Deutschland untergebrachten kriegsgefangenen Franzosen
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Anhang zum II. Abschnitt: Gesundheitszustand der immobilen Deutschen Truppen.

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Anhang zum zweiten Abschnitt.

Gesundheitszustand der immobilen Deutschen Truppen.

lieber den Gesundheitszustand der immobilen Deutschenuppen geben die Tabellen 172 bis 192 dieses Bandesichluss, soweit eine Verwerthung des vorhandenenterials statistisch angängig erschien. Die Unmöglich-it, im Einzelnen zutreffende Zahlen für die immobileee zu erlangen, ist darin begründet, dass Ver-dete und Kranke, welche aus den mobilen LazarethenRekonvaleszenten entlassen waren, bestimmungs-äss den Ersatztruppen überwiesen wurden, wenn sieStrapazen des Kriegslebens noch nicht gewachsen:hienen. Viele derselben wurden bald nach ihrer An-ift in der Heimath zur vollständigen Erholung odergen Nachkrankheiten und Rückfällen einem Reserve-jareth überwiesen. Ebenso erfolgte vielfach die Zutheilunganker zu Ersatztruppenteilen bei Evakuationen ausmobilen in immobile Sanitäts-Anstalten. So war esernieidlich, dass unter den der immobilen Armee zu-bieten Kranken sich nicht Wenige befinden, welche«tlich den mobilen Heeren angehören und bei diesenitä gezählt sind. Der Krankenzugang bei den immobilenppen stellt sich daher in den eben bezeichneten Tabellenrall höher dar, als der Wirklichkeit entspricht. Ganz»nders aber gilt dies von den typhösen ErkrankungenAucli'l der Ruhr, welche zu den Evakuirten und zurückge-ht unber en Rekonvaleszenten einen besonders grossen AntheilKräftigt fei. Wegen dieser im Einzelnen nicht zu ermittelndensomit Ruellen wurde bei der immobilen Armee von derDeutäi fellung einer allgemeinen Statistik nach Zählkartenand genommen, vielmehr sind die Tabellen 172 bis 192den Rapporten der Provinzial-Generalärzte zusammen-M, wobei ähnliche Schwierigkeiten in Betracht kommen,W in der Vorbemerkung zum folgenden (III.) Abschnittwiderten. Für die Preussische Armee dürfte im Uebrigen«eh Mitzählung von Kranken der mobilen ArmeeD gte Fehler theilweise ausgeschaltet werden, wenn«tf die in deu Tabellen 173 bis 185 unter a. als des eigentlichen Korps" geführten Mannschaften«hnung zieht, weil diePassanten" (b. und c.) ebenfeishch im Allgemeinen Angehörige der mobilen ArmeeEine völlige Richtigstellung aber wird auch aufm Wege nicht erreicht, weil kein einheitliches Ver-

fahren stattfand, so dass einerseits auch unter a. sichimmer noch Kranke vom Kriegsschauplatze befinden,andererseits der AusdruckPassanten" nicht ausschliesslichMannschaften der mobilen Heere bezeichnet.

Genaue, auf Zählkarten beruhende Angaben, beiwelchen durch immer neue Vergleiche der Personalnotizenund durch eingehende Nachforschungen an Ort und Stelledie Fehlerquellen sich auf das denkbar geringste Maasszurückführen liessen, sind jedoch für die Pocken bei derimmobilen Armee mitgetheilt, weil gerade bei dieser Krank-heitsform völlige Zuverlässigkeit der Unterlagen für dieErörterungen im ersten Kapitel des VI. Bandes diesesBerichtes nicht entbehrt werden konnten. Auf die dortige 1 )Darstellung wird betreffs der Pocken bei der immobilenArmee, auf welche sich übrigens auch Tafel XIV dieses(IL) Bandes bezieht, hiermit verwiesen.

Dass die Jahressumme der typhösen Erkrankungen(Typhus und gastrisches Fieber), ebenso diejenige der Ruhrdurch Einrechnung von Kranken der mobilen Armee vielgrösser erscheint, als sie in Wirklichkeit war, geht mitSicherheit schon aus den Monatsziffern hervor. Dieselbenstellen (auch bei Ausschluss der Passanten) Kurven dar,wie sie bei diesen Krankheiten wohl noch nie und nirgendsbeobachtet sind, welche hingegen mit den wechselnden, imI. Bande dieses Berichtes (S. 256 und 257) dargelegtenEvakuations-Bedingungen ziemlich gut übereinstimmen.

Unter diesen Umständen ist hinsichtlich der typhösenErkrankungen und der Ruhr bei der immobilen Armee nurdie schon früher 2 ) hervorgehobene Thatsache von Belang,dass trotz der sehr zahlreichen Evakuirten und trotz derbedeutenden Ausdehnung, welche diese Seuchen bei den inDeutschland untergebrachten Kriegsgefangenen erlangten 3 ),grössere Epidemien dieser Art unter den immobilen Truppennirgends entstanden sind. 4 )

J ) Siehe insbesondere S. 18 bis 33, sowie Beilage 3 und 4 desVI. Bandes.

2 ) Vergl. S. 140 dieses Bandes.

8 ) Siehe den folgenden (III.) Abschnitt.

4 ) Siehe im Uebrigen betreffs der typhösen Erkrankungen imInlande den VI. Band dieses Berichtes, insbesondere S. 181 ff;betreffs der Ruhr ebendaselbst, insbesondere 8. 362 bis 308 und 401.