Die dritte Person des Singular. 713
Bezeichnungen zur Bezeichnung ihrer selber gegeben zuhaben. Nannte der Kaiser sich selber nostra rnajestas,dementia u. s. w., so war damit für ihn als entsprechendeAnredeform tua (später vestra) rnajestas vorgezeichnet, inderselben Weise wie der Pluralis majestaticus der erstenPerson in ihrem Munde durch den der zweiten zu er-widern war.
Damit ist die Form namhaft gemacht, welche vonmanchen europäischen Völkern an die Stelle des allmählichzu gemein gewordenen Ihr gesetzt ward: die gegenständ-liche Bezeichnung der Person. Von der abstracten Form(Begriffsname), bei der sie zuerst aufkam, ist sie auch aufdie sonstigen Bezeichnungen der Person mit dem Ehren-namen (womit kann ich der Frau dienen? wünscht derHerr sonst nichts mehr?) oder dem Titel ausgedehntworden.
Die gegenständliche Bezeichnung der Person in Ver-bindung mit der sprachlich gegebenen und ursprünglichallein üblichen dritten Person des Singulars vom Verbumbildet in meinen Augen das historische Mittelglied für dasAufkommen der folgenden Form.
3. Die dritte Person des Pronomen im Singular.
Sie enthält eine Abkürzung der gegenständlichen Be-zeichnung der Person, man umgeht den unausgesetztenGebrauch der Bezeichnung Herr, Frau, Fräulein oder HerrDoctor u. s. w., indem man sie mit dem Pronomen derdritten Person des Singular einfach in Bezug nimmt: was