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2 (1883)
Entstehung
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270
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270 < Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

hiess — aus dem Funken konnte ein Brand werden!Dieselbe Beschränkung legt aus gutem Grunde die Standes-sitte auch bei uns dem Officier und dem Beamten auf —sie sollen die Gelegenheit zu Händeln meiden, denn sieexponiren bei denselben nicht bloss sich selber, sondernihre Stellung, ihren Stand. Der Officier hat noch den be-sondern Grund dazu, dass er etwaige Thätlichkeiten sofortmit blanker Waffe zu beantworten hat. Darum hat dieSitte, welche sie nöthigt, die gesellschaftliche Berührungmit der niederen Klasse zu meiden (Besuch von Ver-gnügungslokalen, Plätzen im Theater, in den Eisenbahnen,wo sie gewärtigen können mit ihnen zusammeßzutreffen)ihren ganz verständigen praktischen Grund, es handelt sichdabei nicht bloss um Accentuirung ihrer gesellschaftlichenStellung, sondern um Vermeidung von Conflicten, es istnicht der vornehme Mann, der dem niederen, sondern dergesittete, friedliebende, der dem rohen, händelsüchtigenaus dem Wege geht.

So bewährt die feine Sitte in unserem zweiten Muster-falle ganz denselben prophylaktischen Charakter wie indem ersten, und ihr praktischer Werth lässt sich auch hierwie dort statistisch in Zahlen ausdrücken, die Ziffer derSchlägereien, Körperverletzungen, Todtschläge des männ-lichen Geschlechts bildet das Seitenstück zu den Verirr-ungen des weiblichen. Mögen wir auch einen gewissenProcentsatz davon auf Rechnung der geringeren Sittlich-keit zu setzen haben, sicher ist, dass ein ganz beträcht-