230 K a P- 0- Die sociale Mechanik. Das Sittliche.
Welt gesetzt hätte, wir hätten lange warten können, bisdie Idee sie aus sich herausgetrieben hätte! Und als ob dieAufgabe, die beide lösen, nicht ideal genug sei! Als ob esidealer sei, einen logischen Process (die begriffliche Negationdes Verbrechens durch die Strafe) darzustellen, als prak-tisch eine der ersten und höchsten Aufgaben der Mensch-heit: die Aufrechterhaltung und Sicherung der gesellschaft-lichen Ordnung gegen das Verbrecherthum zu lösen.
Es erübrigt mir noch ein Grundbegriff der Ethik: dieEhre; ich werde ihn an späterer Stelle in einem andernZusammenhange behandeln.
Wir wenden uns im Folgenden dem zweiten Gegen-stande unserer Untersuchung zu: der inhaltlichen Kritikder socialen Imperative vom Standpunkte des socialen Uti-litarismus aus.
20. Das Zweckmoment der socialen Imperative.
1) Die .Mode*).
Unsere sprachlichen Untersuchungen (S. 57) habenuns vier Arten von socialen Imperativen ergeben, d. h.von Normen, welche die Gesellschaft ihren Mitgliedern vor-
*) (Jegen die im Folgenden entwickelte Ansicht ist mehrfacherWiderspruch erhoben worden z. B. von J. von Falke in der »Gegen-wart, Berlin 1882, Nr. 44, 48, Franz Fröhlich, Die Mode im altenRom, Basel, Schweighüuser 1884 (öffentliche Vortrage, gehalten inder Schweiz, herausgegeben von Bruno Schwabe, B. 8. Heftl), dermich jedoch nicht irre gemacht hat, da er den entscheidenden Punktmeiner Ansicht nicht trifft; eine Vertheidigung derselben an dieserStelle ist ausgeschlossen.