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2 (1883)
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224
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224 K"P- EL Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

und Geschicklichkeit in den olympischen Spielen, und selbstder Verschlagenheit eines Odysseus räumte man denTugendpreis ein. Das war die Tugend, welche das Volk,anerkannte und ehrte, und welche die Sänger feierten.Erschienen diese Tugendhelden in der heutigen Welt, umihren Tugendpreis zu. fordern, wir würden einige vonihnen muthmasslich sofort dingfest machen, andere mitihren Künsten in den Gircus zu den Seiltänzern weisen.Bei Homer bedeutet apsrf) noch bloss Vorzüge des Körpersoder des Glücks, einige Jahrhunderte später hat sich derBegriff dem Fortschritte der Cultur conform auf die Vor-züge des Geistes und Herzens erweitert. Der Tugend-begriff des alten Bömers (virtus) ist auf die kriegerischeTüchtigkeit gestellt, virtus ist die Eigenschaft des Krie-gers*) (vir, Sanskrit wira, der Krieger, Held), in derspätem Zeit hat der Tugendbegriff sich auf alle Eigen-schaften erweitert, welche den Mann (nicht die Frau)zieren**). Denselben Ausgangspunkt hat das hebräischechajil, es bedeutet ursprünglich physische Kraft, dannTugend.

Könnten wir die sprachliche Entwicklung des Tugend-begriffs bei allen Völkern der Erde verfolgen, ich möchte

*) Cic. Tusc. Disp. II, 18. 43. Apellata est enim ex viro virtus,viri autem propria est maxime fortiludo.

**) Cic. de off. I, 14, 4fi. his virtutihus: modestia, temperantia,justitia; pro Murena c. 10. virtutihus continentiae, gravitatis, jusli-liae, (idei. Tusc. Disp. II, 18, 43 omnes rcclae ariimi affectioncs.