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2 (1883)
Entstehung
Seite
179
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Deduction der gesellschaftlichen Theorie. Das Ganze. 179

ein aus den Einzelnen als ihren Gliedern sich zusammen-setzendes Ganze.

Die durch die Eigenthümlichkeit des Zweckes bedingteund vorgezeichnete Art der Verbindung des Einzelnen zumGanzen bezeichnet die Sprache als Ordnung. Die Exi-stenz des Hauses beruht darauf, allen Bestandtheilen des-selben die bestimmte, durch den Zweck gegebene Stelleanzuweisen, die man ihnen lassen muss, wenn das Hausbestehen soll, würden sie belebt und veränderten ihre Lage,so wäre es um das Haus geschehen.

Auf der Ordnung beruht, wie das Dasein des Hauses,so auch das der Gesellschaft, sie bildet ein absolutes, aufdeductivem Wege, d. h. aus dem Begriffe des Ganzen a priorizu erschliessendes Postulat der Gesellschaft keine Ge-sellschaft ohne gesellschaftliche Ordnung.

Ordnung ist Abhängigkeit der Theile vom Ganzen. DerTheil muss sich dem Ganzen fügen, wenn letzteres bestehensoll. Ordnung der Gesellschaft bedeutet also Abhängig-keitsverhältniss ihrer Glieder, Innehaltung des ihnen durchden Plan des Ganzen vorgezeichneten Verhaltens.

Daraus ergibt sich das Postulat einer gesellschaftlichenNorm, welche den einzelnen Gliedern, so weit dieselbennicht schon ihrer selbst wegen dasjenige thun, was diegesellschaftliche Ordnung mit sich bringt, ihr Verhaltenvorzeichnet und die Notwendigkeit der Sicherung derBefolgung der Norm mittelst Zwanges. Die Begriffe Ge-sellschaft, gesellschaftliche Ordnung, gesellschaftliche

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