178 • Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.
aus dem eines aus einzelnen Bestandteilen oder Gliedernsich zusammensetzenden Ganzen und aus dem eines Sub-jects. Die dialektische Verwendung des ersteren Begriffsergibt uns das Postulat der Ordnung und der Sicherungderselben durch Normen, die des zweiten den Gesichts-punkt der Lebensbedingungen der Gesellschaft unddamit die Anwendbarkeit des Selbsterhaltungstriebesauf letztere.
Eine blosse Vielheit von einzelnen Gegenständen istkein Ganzes, kein neuer von ihnen verschiedener Gegen-stand, sondern dieselbe Sache, statt im Singular im Pluralgesetzt, eine blosse Masse. Aber das aus einer Masse vonSteinen erbaute Haus ist kein blosser Plural vom SingularStein, sondern ein neuer die sämmtlichen einzelnen Be-standteile zur Einheit zusammenfassender Gegenstand, eineEinheit, ein Ganzes. Der bestimmende Gedanke, derdiese Einheit hervorgerufen hat, ist der Zweck, das Hausdient einem andern Zweck, als der Stein, und die äussereVeränderung, die mit den Steinen vorgegangen ist, ist nurdie Folge der veränderten Zweckbestimmung. Der Steinhat, indem er zum Hause verwandt ward, eine höhereZweckbestimmung erhalten, als er vorher hatte.
So ist auch die Gesellschaft nicht die blosse Vielheitder Einzelnen, nicht der Plural vom Singular Mensch, son-dern die Vielheit derselben in ihrer durch die Gemein-samkeit des Zwecks hergestellten inneren und äusserenZusammengehörigkeit, Verbindung, Einheit, d. h. sie ist