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2 (1883)
Entstehung
Seite
169
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Das gesellschaftliche System. Anlaufe. Kant. 169

an der gegenwärtigen dagegen, um darzuthun, wie weiter sich ihr bereits genähert hatte. Das endliche Ziel allesSittlichen hat er vollkommen klar vor Augen, aber vonseinem Ausgangspunkt ist es nicht zu erreichen, zwischenbeiden spannt sich eine Kluft, die keine Deduction zu über-brücken vermag. Aber seine Ueberzeugung von der Noth-wendigkeit der Verfolgung und von der Möglichkeit derErreichung dieses Ziels ist eine so felsenfeste, dass er vonder Vorsehung erwartet, was die Theorie nicht zu leistenim Stande ist. »Die moralische Grundlage im Menschen-geschlecht wird nicht im Mindesten verändert werden, dasQuantum der Moralität in der Gesinnung nicht wachsen«damit hält er an seinem Ausgangspunkte fest. Es ist dieTheorie von der gänzlichen Unbildsamkeit des Willens, dieSchopenhauer von ihm übernommen und in schroffsterWeise zugespitzt hat, der Grundzug des Ungeschichtlichen,der einmal von der individualistisch-nativistischen Theorieunzertrennbar ist (S. 120). Aber im übrigen findet dochdie Geschichte Zutritt. Die Thaten werden immer besser,obschon die Gesinnung sich nicht ändert, das »Weltbeste«,das Ziel, dem die ganze Bewegung des Menschengeschlechtsnach dem »Naturplan« zustrebt, wird mehr und mehr ver-wirklicht, die Menschheit befindet sich im beständigenFortschritt. Die Mittel, die dazu führen, sind nur äussere:Staatsgewalt, öffentliche Meinung, und somit ist auchdas endliche Resultat der Entwicklung nur ein äusseres,in objectiver Beziehung die Vervollkommnung der äussern