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2 (1883)
Entstehung
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164
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1(34 Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

Harmonie der Weltordnung. Das Sittliche beruht dieserAuffassung zufolge nicht darauf, dass die Gesellschaft esselber aufgerichtet, weil sie es als unerlässliche Lebens-bedingung erprobt hat, sondern darauf, dass Gott diepositive Veranstaltung getroffen hat, dass es ihr unddem Einzelnen nützlich sei es ist nicht sittlich,weil es nützlich, sondern nützlich, weil es sitt-lich ist.

Im Zusammenhange dieser Gedanken konnte allerdingsdie richtige Erkenntniss der Identität des Sittlichen mitdem gesellschaftlich Nützlichen weder für Leibniz selber,noch für seine Zeit weitere Früchte tragen.

Nicht minder überraschend ist die Anerkennung dergesellschaftlichen Bedeutung und Bestimmung des Sitt-lichen bei Kant, womit sich bei ihm dann noch die dergesellschaftlichen Entwicklung desselben verbindet, freilichnicht der vollen, wie die geschichtliche Theorie des Sitt-lichen sie lehrt: gleichmässig die der sittlichen Normen,wie des sittlichen Willens, sondern die der äussern sitt-lichen Weltordnung. Von seinem Standpunkte des kate-gorischen Imperativs und der angebornen Vernunft aus,welcher der des Individuums ist, hätte ihm, sollte mansagen, ebensowohl die Gesellschaft wie die Geschichte un-erreichbar sein müssen. Aber mit jener unbestechlichenWahrheitsliebe, welche ihn kennzeichnet, jener Selbst-verleugnung, welche lieber die eigene Theorie preisgibt,als der Wahrheit den Zutritt versagt, jenem Muthe der In-