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2 (1883)
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163
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Das gesellschaftliche System. Leibniz. 163

damalige Wissenschaft und für Leibniz selber, der, wennauch, eins der grössten, so doch immerhin ein Kind seinerZeit war, war der Gedanke, den er aussprach, noch zufrüh. Er tritt bei ihm auf in Verbindung mit zwei andernGedanken, die seine volle Entfaltung zur Unmöglichkeitmachten, und ich trage jetzt den ganzen Passus nach, demich jene Worte entnommen habe, und den ich oben ab-sichtlich unterdrückt habe, um das Ueberraschende desGedankens nicht abzuschwächen. »Deus accedens effecit,ul quidquid publice i. e. generi humano et mundo utile est,idem fiat etiam utile singulis, atque ita omne honestumsit utile et omne turpe damnosum«.

Darin liegen folgende drei Gedanken neben einander.

1) Der vollkommen richtige der Identität des Sitt-lichen mit dem gesellschaftlich Nützlichen.

2) Der unrichtige der Identität des gesellschaft-lich oder allgemein Nützlichen mit dem individuellNützlichen. Beides kann völlig auseinanderfallen. Der Todfürs Vaterland ist der Gesellschaft nützlich, nicht aber demIndividuum, das ihn erleidet. Hier spielt also ganz so wiebei Bentham (s. u.) der objective und subjective Uti-litarismus in einander über.

3) Die Zurückführung des Sittlichen auf Gott, der eseinmal so eingerichtet habe, dass das Sittliche für dieGesellschaft gleichmässig wie für den Einzelnen nützlichsei. Es liegt darin bereits der erste Ansatz zu dem spä-ter von Leibniz ausgebildeten Gedanken der prästabilirten