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2 (1883)
Entstehung
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158
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158 Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

Atom, das für sich allein existiren zu können vermeint,dessen ganze Daseinssumme daher im glücklichsten Falledarin aufgeht, dass es für sich dasjenige erreicht hat, wasin dieser Isolirung zu erreichen war, d. h. dass es sichwohlgefühlt hat auf Erden es ist das System der ethi-schen Selbstgenügsamkeit und Selbstherrlichkeit. Die ge-sellschaftliche Theorie dagegen reiht das Individuum einin das Gesammtlcben, in den Entwicklungsprocess derMenschheit. Erst dadurch bekommt das individuelle LebenWerth, erst damit gewinnt das Individuum die erhebendeGewissheit, dass es nicht vergebens gelebt hat, dass eseinen wenn auch noch so verschwindenden Beitrag gelieferthat zum Werke der Menschheit.

Dass nun eine andere als die gesellschaftliche Auf-fassung des Sittlichen sich dauernd auf dem Boden derWissenschaft hat behaupten können, sollte man kaumfür möglich halten, am wenigsten, wenn man bedenkt,dass nicht bloss bereits die griechische Philosophie die ge-sellschaftliche Bestimmung des Menschen (C&ov itoXar/dv)vollkommen richtig gewürdigt hatte, sondern dass auchdas Christenthum sowohl theoretisch mittelst der Lehrevom Reiche Gottes als praktisch mittelst der vollkommenneuen realen Gestaltung der auf die ganze Menschheit be-rechneten christlichen Kirche jenen Gedanken der gesell-schaftlichen Verbindung und Bestimmung der Menschen neuaufgenommen und weiter fortgebildet hatte. Aber gleich wiedie Gesellschaft sich auf dem praktischen Gebiete des Lebens