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2 (1883)
Entstehung
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154
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]54 Kap. IX. Dio sociale Mechanik. Das Sittliche.

Gesellschaft sich selber erhält), werden wir seiner Zeitnachweisen, vom individualistisch-teleologischen Standpunktaus sind sie nichts als Ausflüsse eines wohlverstandenenEgoismus.

Bei allen andern Pflichten und Tugenden dagegen, dienicht dem Handelnden selber, sondern anderen Personenoder der Gesellschaft zu gute kommen, beruht der Gesichts-punkt der dadurch zu erzielenden individuellen Vollkom-menheit auf einer Erschleichung. Kannte man dieselbennicht, wären sie der Theorie nicht durch das geschicht-liche Leben der Gesellschaft fertig überliefert worden, ichmöchte wissen, wie man sie auf dem Wege der Deductionmittelst dieses Gesichtspunktes hätte gewinnen wollen! DerIdee der individuellen Vollkommenheit hat noch kein Volkder Erde den realen Inhalt des Sittlichen entnommen, die-selbe hat geschichtlich in keiner Weise mitgeholfen beimBau der sittlichen Welt, sondern sich erst eingestellt, nach-dem derselbe fertig geworden ist, da hat sie sich gemeldet,um das fertige Werk in Besitz zu nehmen, und stellt sich,als ob sie es errichtet oder den Plan dazu entworfen habe.Die gesellschaftlich-teleologische Theorie des Sittlichen istim Stande, ihren Gesichtspunkt an jeder einzelnen Tugendund Pflicht zu erproben, jede als nothwendig nachzuweisen,sie zu deduciren, und damit erbringt sie den Beweis,dass sie das genetische Princip des Sittlichen enthält.Die individualistisch-teleologische Theorie würde bei einemernstlichen in dieser Bichtung unternommenen Versuch