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2 (1883)
Entstehung
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132
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132 Kap. IV. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

zu dem Zwecke mitwirken, ermittelt und dargelegt, dannbraucht sie mit dieser der Wirklichkeit abgelauschtenBildungsgeschichte des sittlichen Willens sich nur demLeben zuzukehren, um der Menschheit einen Dienst zuleisten, wie er nicht grösser gedacht werden kann. Wiedie Erforschung der Lebensbedingungen der Thiere undPflanzen die Wissenschaft in Stand setzt, in den Palmen-häusern des Nordens die Palmen der Tropen und in denAquarien des Festlandes die Thierwelt der Meere zur Reifezu bringen und fortzupflanzen, indem sie künstlich derenLebensbedingungen herstellt, in derselben Weise gewährtdie Ergründung des Bildungsprocesses des sittlichen Wil-lens der Ethik die Möglichkeit die Mittel und Wege anzu-geben, wie die sittliche Willenskraft der Nation sich hebenlässt. Die Kenntniss der Quellen des sittlichen Geistesauf dem Wege der theoretischen Forschung erweitern,heisst der Praxis den Weg weisen, diesen Geist selbermehr und mehr in ihre Macht zu bringen.

Löst die Ethik diese Aufgabe, so wird sie aus einerblossen Wissenschaft eine Kunst, ein Zweig, und zwarder wichtigste Zweig der socialen Politik: nationale Pä-dagogik. Und das ist meiner Ueberzeugung nach diehohe Aufgabe der Ethik der Zukunft. Der Mensch, derdas Thier und die Pflanze in seine Gewalt bekommen unddem spontanen Wachsthum in der Natur die künstlicheZucht substituirt hat, wird auch an dem menschlichenWillen seine Kunst und die Macht seines Geistes in immer