44 Kap- IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.
Das Schöne.
Schönheitsgefühl.
Geschmack.
Die Sitte.
Schicklichkeits-,Anstandsgefühl.
Takt.
Das Sittliche.
Sittlichkeitsgefühl.
Gewissen.
Das Recht.
Rechtsgefühl.
Juristischer Takt.
Aus dem Risherigen ergibt sich, dass wir es hier miteinem wohlerwogenen, vollständig zu Ende gedachten Ge-danken der Sprache zu thun haben. Es muss einen trif-tigen Grund haben, dass dieselbe Scheidung der prakti-schen von der kritischen Funktion des Gefühls (d. i. dersubjectiven Aneignung der Regeln in Form des Unbe-wussten) sich auf allen vier Gebieten wiederholt. Auf denersten Rlick hat es etwas Refremdendes, denn wenn ein-mal dieselben Regeln, durch welche ich mich bei meinemUrtheil über fremde Handlungen leiten lassen darf undsoll, auf mein eigenes Handeln Anwendung erleiden, warumden letzteren Fall besonders hervorheben? Ist das Gefühl,das mich bei meinem Handeln leitet, ein anderes, als dasmir mein Urtheil über fremde Handlungen dictirt, ist esnachsichtiger, oder umgekehrt strenger? Darauf soll unsder Takt und zwar zunächst der Takt im socialen Sinnedie Antwort geben; später wird sich zeigen, dass dasselbe,was für ihn, auch für den Takt im juristischen Sinnezutrifft.