Druckschrift 
2 (1883)
Entstehung
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16
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16 . Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sitlliche.

gebrauch ist eine Thatsache, welche die Wissenschaft zurespectiren hat. Nicht in dem Sinne, dass sie nicht das inihm niedergelegte Empfinden und Denken des Volks einerKritik unterwerfen und den Versuch wagen dürfte, tieferin das Wesen der Sache einzudringen, als das Volk, wohlaber in dem Sinne, dass sie den fest ausgebildeten Sprach-gebrauch stehen lassen soll und nicht, wie es von manchenPhilosophen im Interesse der von ihnen aufgestellten Theo-rien mit dem Ausdruck Egoismus geschehen ist, demselbenGewalt anthun darf. Das ist eine Sprachfälschung, die inBezug auf ihren gemeingefährlichen Charakter auf einerLinie steht mit der Münzfälschung, denn wie letztere dieSicherheit des Verkehrs im ökonomischen Sinn untergräbt,so sie die des geistigen, die Sicherheit beider beruht aufder feststehenden Geltung der einmal ausgeprägten Werth-zeichen, Jeder muss sicher sein, dass die Münzen, die erempfängt und ausgibt, echt sind. Eür seine eigenen vonihm vermeintlich neu auf den Markt gebrachten Gedankenmag Jeder sich seine eigenen Ausdrücke bilden, es wirdsich ja zeigen, ob der Verkehr die neuausgeprägten Münzenals nothwendige und werthvolle Vermehrung des Sprach-schatzes aufnimmt oder als werthlose Blechmünzen oderRechenpfennige dem Urheber zum ausschliesslichen Privat-gebrauch überlässt. Aber den Sprachgebrauch (die sprach-liche Währung) soll Jeder stehen lassen und anerkennend. h. die einmal fest ausgeprägten Werthzeichen der Spracheauch zu demselben Werth annehmen, den sie selber damit