Druckschrift 
2 (1883)
Entstehung
Seite
13
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Thatsächlichkeit nichtegoistischer Motive. 13

hin nicht mehr mit mir gehen kann. Vermag er mir trotzder Erleichterung, die ich ihm durch jene Einrichtung ver-schafft habe, den Punkt nicht zu bezeichnen, so hat ernicht das Recht, das Ziel, bei dem wir schliesslich angelangtsind, 3ls ein unrichtiges abzulehnen er muss es entwederannehmen oder die Stelle namhaft machen, wo ich seinerAnsicht nach vom richtigen Wege abgewichen bin.

Gibt es Handlungen, welche weder bezahlt, noch er-zwungen werden, so ist damit der Beweis erbracht, dassLohn und Zwang nicht die einzigen Motive des mensch-lichen Handelns bilden, dass die Gesellschaft also für ihreZwecke auch über Motive anderer Art gebietet. Auch dieSprache erkennt die Thatsächlichkeit derselben an, siespricht von »uneigennützigen, selbstlosen, selbst-verleugnenden, unegoistischen« Handlungen. Ob sie,indem sie dieselben zu den »eigennützigen, selbst-süchtigen, egoistischen« in Gegensatz stellt, Recht hatmit ihrer Annahme der Abwesenheit jeder Beimischung desEgoismus bei ihnen, lassen wir hier zunächst dahin gestellt,um die Frage an anderer Stelle wiederum aufzunehmen;hier wollen wir die Auffassung der Sprache nicht kritisiren,sondern zuvörderst nur kennen lernen.

Neben den angegebenen Ausdrücken besitzt die Sprachenoch einen andern: den des Sittlichen, und mit diesemBegriff nennt sie uns die Macht, welche ihrer Auffassungzufolge das durch Lohn und Zwang nur unvollständig gelösteProblem der gesellschaftlichen Ordnung zum Abschluss