Druckschrift 
2 (1883)
Entstehung
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12
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12 Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

Lebensbedingungen der Gesellschaft. Ob die Natur es ist,welche dafür sorgt, dass sie vorhanden sind, oder ob dieGesellschaft die Macht besitzt, sie zu erzeugen, davonwissen wir zur Zeit noch nichts, kurz sie müssen dasein,sie bilden ein absolutes Postulat des Bestehens derGesellschaft.

Und sie sind da.

3. Thatsächlichkeit socialer Motive ausser Lohnund Zwang.

Ich hebe diesen Punkt nur hervor, weil er ein Gliedin meiner Gedankenkette bildet, das an dieser Stelle ein-zureihen ist, nicht, weil er eines Beweises bedürfte, denndessen bedarf er nicht; der flüchtigste Blick auf das Leben,welches uns täglich Handlungen vorführt, die weder belohnt,noch erzwungen werden, reicht aus, um uns von dem Daseinvon Motiven des menschlichen Handelns für Andere ausserLohn und Zwang zu überzeugen. Ich habe mir einmalvorgenommen, jeden Schritt, den meine Deduction macht,äusserlich mittelst besonderer Ueberschrift bemerklich zumachen, wie ich es in den beiden vorhergehenden Kapitelngethan habe. Es sind die Wegweiser, die ich bei jederWendung des Weges anzubringen gedenke, und die unsfortan unausgesetzt zur Seite bleiben sollen. Sie gewährendem Leser die Möglichkeit, den zurückgelegten Weg vonAnfang bis zu Ende aufs genaueste zu übersehen und denPunkt festzustellen, wo er das Gefühl hat, dass er ferner-