Vorrede zur zweiten Auflage.
Die gegenwärtige Auflage unterscheidet sich von derersten fast nur durch stylistische Aenderungen, in diesemPunkt aber glaube ich sie allerdings nicht unerheblichverbessert zu haben, theils durch Tilgung von Breiten,die mir erst bei der jetzigen Durchsicht des Werkesfühlbar geworden sind, theils durch klarere Fassung oderweitere Ausfuhrung von Gedanken, bei denen mich dieGestaltung, die ich ihnen in der ersten Auflage gegebenhatte, nicht befriedigte. So hat insbesondere auf S. 615der früher nur mit wenig Worten angedeutete Gedankedass die Mutter der Urquell aller wahren Liebe in derWelt ist, eine genauere Darlegung erhalten. Sachlich istnichts geändert oder hinzugefügt, nur S. 161 habe ichin der Anmerkung einen Nachtrag über das Verhältnissmeiner Begriffsbestimmung des Sittlichen zu der vonThomas von Aquino gegeben.
Die Correctur, welche in der ersten Auflage desWerks, wo ich selber sie besorgt hatte, viel zu wünschenübrig Hess, hat mir der Assessor Dr. Goldschmidt hie-selbst, der im Begriff steht, sich bei der hiesigen Fakul-tät als Privatdocent für römisches Kecht zu habilitiren,