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Streifzüge im Kaukasus, in Persien und in der asiatischen Türkei
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436 Abschied.

französische Expedition zum Schutze der bedrängten Christenund der General Beaufort d'Hautpoul liess es sich nichtnehmen den Namen Napoleons und seinen eigenen nebenassyrische Herrscher, Pharaonen, Caesaren und Khalifen zusetzen. Es erging der Neuzeit aber schlecht; die Stelle imFels war feucht und schon jetzt ist der gallische Kriegsruhmverwittert, während das graue Alterthum noch in vollerFrische prangt. Es waren eben keine „vestigia leonis", diedie Expedition hinterliess.

Auch für uns schlug die Abschiedsstunde. Ali, unsergetreuer Begleiter, wurde entlassen; es that uns leid, denntrotz seiner vielen Fehler war er eine gute ehrliche Hautund ohne ihn wäre uns schwerlich die Reise so vortrefflichgeglückt. Auch ihm war sie nicht schlecht bekommen; ausdem blassen verhungerten Gesicht, das er in Kutais zeigte,war in Wind und Wetter ein frisches rothes Antlitz geworden,und seine Ersparnisse reichten hin, um lange Zeit glücklichnach orientalischen Begriffen, das heisst im süssen Nichtsthunzu leben. Aiich ihm ging der Abschied nahe; seine letztenwöhmüthigen Worte waren: Hat das Meer von hier nachPoti auch solche Stürme wie von Baku nach Lenkoran?Und als ich der Wahrheit getreu seine Frage bej ahen musste,schied er mit traurigem Gesicht; sein Weh lag tiefer als imHerzen, es lag im Magen. An einem herrlich frischen son-nigen Morgen lichtete der Lloyddampfer Saturno die Anker,um uns betreteneren Pfaden zuzuführen als die es waren,denen wir bisher gefolgt.

...............Acht Tage später traf ich in Kairo

einen Bekannten, der frisch aus Deutschland angekommenwar. Ihm war noch alles neu and er pries die herrlicheStadt, wo sich ihm auf jedem Schritte ein anderes Bild desmalerischen Orients bot. Ich erwiederte ihm: Ja, auch mirgefällt Kairo, aber desshalb hauptsächlich, weil es mir imOrient das Leben Europas bietet. Hierin liegt das Geheim-niss der östlichen Welt, die von Verschiedenen so verschiedenbeurtheilt wird: Zum Reisen herrlich, ist sie schrecklich zumBleiben.