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durch eine Barre geschlossen, deren stellenweis nur vier bisfünf Fuss haltendes Fahrwasser obendrein durch heftigeBrandung oft gefährlich wird. Die maritime Lage von Potiist also keine glänzende, und hauptsächlich die weite Ent-fernung von Suchum-Kaleh mit seiner ziemlich guten Rhedehat bis jetzt verhindert, dass der Eingang zum Kaukasusdorthin verlegt wurde. Dazu kam allerdings, dass bis 1864Suchum-Kaleh inmitten unruhiger Völker gelegen war, wäh-rend Poti mit gurisch-mingrelischer Bevölkerung nicht denmindesten Anlass.zu Befürchtungen bot, und dass, was auchnicht zu niedrig anzuschlagen ist, bei Poti der Bion eine be-queme Strasse durch die sonst unwegsame Region der sum-pfigen Urwälder Mingrelien's bot. Die Hafenprojecte fürPoti liegen noch in ziemlich weiter Ferne; wenngleich dieAbsicht zu einem solchen Bau vorliegen soll, hat doch bisjetzt die Scheu vor den grossen Kosten der Dämme und derBaggerung die Ausführung hintertrieben, nur hat man merk-würdigerweise mit dem Ende bereits angefangen: man hatnämlich mit ziemlichem Geldaufwand eine eiserne Landungs-brücke in das Meer hinausgebaut, an der des seichten Grundeshalber kein Schiff anlegen kann, und von welcher die mit-leidigen Wellen auch schon ein Stück abgespült haben sollen.Das Schlimmste an Poti ist sein Klima; noch kein Euro-päer, der eine Nacht dort zugebracht hat, ist von dem Fieberverschont geblieben — auch wir nicht; und wir glaubtenbereits am Abend unserer Ankunft zu fühlen, wie wir mitder dicken, feuchten Luft, welche etwa riecht wie die At-mosphäre in einer Wochen lang nicht gelüfteten Badestube,die Keime der Krankheit in uns sogen. Weiteres über dieNatur des Fiebers im Kaukasus und über die daselbst mitoder ohne Erfolg angewandten Mittel ist im Anhange diesesBuches zu finden. Dass auch andere Unannehmlichkeiten,wie Mosquitos und häusliches Ungeziefer dem Orte nichtfehlen, braucht nicht besonders erwähnt zu werden, und derReisende hat die Wahl, ob er seine Aufmerksamkeit Nachtsvorzugsweise den Insekten im Bett, den Ratten im Zimmeroder den Fröschen vor dem Fenster widmen will.