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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
Seite
83
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Beilagen zu Band I,

en und Matratzen abjdein, das Stroh zu ver

ig von Karbolsäure oderChlorzink (1 : 160) und

[ersten durch Hitze imrelung eines Brennofen!ektion derselben durchschwächeren Lösungendurch Schwefel- bezw,lUsgeführt.

n- und Krankenräumen,len Mittel, wie Chlor,sh darin Aufhaltendendieselben in der Regell, und zwar bei ge-rn des oben genannten)der wo man energischerufstreuen auf erhitzte

r eise bewirkt, dass manmit 1'/» Theilen roher,ume etwa 12 Stundenas dann durch OeffiienDurch Aufstellenman den Chlorgerach

: in den Räumen vor-i und Wände sorgfältigung zu reinigen, event,

l Werthe, deren Des-n Kosten und gnn verbrannt; unbedingtlarpie, bei Kompressen,bandgegenständen, dieiren.

n zu Band I.

Anleitung zum Desinfektionsverfahren.

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Anleitung

zur Bereitung und Anwendung der Baumeister Süvern'sclien Desinfektionsinasse.

Die Desiiifektionsmasse wird gebildet aus:

100 Pfund gelöschtem Kalk,15 Pfund Steinkohlentheer,15 Pfund Chlormagnesium,

durch welches Verhältniss eine recht kräftige Masse hergestelltjml, während zu einer schwächeren verhältnissmässig wenigerSteinkohlentheer und Chlormagnesia erforderlich sind. DieMischung dieser Stoffe geschieht in folgender Weise:

Der Kalk wird mit heissem Wasser gelöscht und währenddes Brausens fleissig gerührt, um denselben möglichst zu zer-kleinern. Noch innerhalb des Brausens geschieht die Zuschüttungdes Steinkohlentheers und dessen möglichst innige Vereinigungmit dem Kalkbrei durch ununterbrochenes kräftiges Umrührenunter angemessener Beigabe heissen Wassers. Nachdem dieserreicht, erfolgt die Zuschüttung des bereits vorher in Wasserund geschlossenen Gefässen gelösten Chlormagnesiums bei fort-setzten! Umrühren.

Diese also gewonnene breiartige Masse wird durch den Zu-satz eines fünffachen Wasservolumens zum Gebrauche vor-bereitet und in unverschlossenen Gefässen verwahrt.

Mit dieser fertigen Masse werden die Nachteimer undsonstige verunreinigte Gefässe nach zuvoriger Reinigung mitfrischem Wasser täglich gründlich ausgespült, und ist es gut,wenn in jedem Nachteimer '/* Quart Masse verbleibt.

Kloaken und Kothgruben werden ebenfalls täglich starküberspritzt, Gossen und Kanäle dagegen nach Büdürfniss damitgetränkt, wodurch nach den bisherigen Erfahrungen eine aus-reichende Desinfizirung dieser Utensilien und Anlagen erzieltworden ist.

Anmerkung. Die in der obigen Anleitung angegebenen Zahlendeuten lediglich das Verhältniss zwischen den zu mischenden Stoffender Desinfektionsmasse an, mit welcher täglich die obere Fläche derin den Kloaken abgeworfenen Exkremente tiberspritzt wird. Wievieldieser Desinfektionsmasse für den speziellen Zweck zu verwenden, bezw.wie lange die nach dem gegebenen Verhältnisse zubereitete Masse vor-halten soll, richtet sich lediglich nach dem grösseren oder geringerenBedürfniss.

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