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ITT. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland.
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Dielung eingebohrter Löcher mit dem Imienraum der
Baracke. _
Die Heizung erzielte bei einem täglichen A erbrauch
„ 8—10 Tonnen im Februar 13.o°, im März 12. 7 ° R.
k»imittleren Aussentemperaturen von —2.o°, bezw. +5.8°.
Die Bettenzahl der Baracke betrug 129, die Durch-jchnittebelegung 111 Mann: die Benutzung währte vomNovember bis April.
Sehnlichen Aufbau zeigte die in den städtischenknlagen vor dem Schlosstbore in der Richtung von 0—Wliegende Baracke II; nur war bei derselben die innereBretterwand nicht gestülpt, sondern gespundet. Dieselbehatte 84 Klappfenster und 23 nach Süden liegende Dach-luken. Sie fasste in drei' Krankensälen 150 Betten undhesass ausserdem eine Küche mit Vorrathskammer, eineBadeküche und eine Latrine, sowie zwei Röhrenbrunnen.Die Krankensäle hatten je sechs Oefen mit den oben[jesebriebenen Einrichtungen, welche im Januar bei—4.3°R.mittlerer Aussentemperatur und 15 Tonnen täglichem Kohlen-rerbraucheine Durchschnittstemperatur von 15.i° erzeugten.Im Februar ergaben sich 13.?°, im März 12.i° bei gerin-irerem Kohlenverbrauch. Die durchschnittliche Belegungbetrag 92 Mann.
(deiche Konstruktion hatten die im Barackenlager zuKrekow bei Stettin benutzten vier Krankenbaracken, beiwelchen jedoch das Fachwerk mit Ziegelsteinen ausgesetzt war.
In Posen errichtete man im Dezember in der Näheder als Reservelazareth dienenden St. Adelberts-Kasernezwei Krankenbaracken.
Die eine, westlich der Kaserne vollkommen frei undluftig gelegen und nach Osten durch die nahe Kasernegeschützt, stand mit der Längsrichtung von N—S undwar 56.6 m lang, 12.5 m breit, 5 m hoch. Eine mittlereQuerwand theilte sie in zwei Säle; am Nordende be-fanden sich Verschlage für das AYartepersonal, für eineTbeeküche, einen Baderaum und Klosets nach dem Mülle r-Schuer'schen System. Die Wände waren innen mit Bretternrerschlagen, aussen mit getheerter Dachpappe benagelt, derZwischenraum mit Stroh ausgefüllt. Au der Ostseite befandensich Fenster, an der Westseite hölzerne Klappen, welche ge-wöhnlich geschlossen blieben und nur nach Bedarf zum Ven-tiliren geöffnet wurden. Die Eingangsthüren waren mitVorbauten versehen. Die Krankensäle enthielten 120 Bettenund wurden durch 11 eiserne Steinkohlenöfen erwärmt.Die durchschnittlich erzielten Temperaturen betrugen imJanuar 14.3° R., im Februar 12.9°, im März 12.s°, imApril 14.6°, bei mittleren Aussentempcraturen von — 6.4°im Januar, —3.o° im Februar, -4-6-0° im März und +7.4°im April und einem täglichen Kohlenkonsum von 20—25Scheffel in der kälteren Zeit.
Die Baracke war von Ende Dezember bis Ende Juni in
Gebrauch; die durchschnittliche Belegung betrug 110 Mann.
Eine zweite ähnliche Baracke von 61.s m Länge,
12.-)m Breite und 5.6ni Höhe bis zum Dachfirst winde im
Monat Februar auf dem Kasernenhofe mit der Richtungvon 0—AV errichtet. Der Pussboden lag hohl; die Wändehatten doppelte Holzverschalung mit Strohfütterung: inder Südfront waren 13, in der Nordfront 4 grosse Fensterangebracht. Der Innenraum umfasste einen grösserenwestlichen Saal zu 75 und einen kleineren östlichen zu51 Betten; zwischen den Sälen befanden sich die Thee-küche, Badeküche und Wärterzimmer. Die Ausgänge.mit kleinen Vorbauten versehen, lagen an den Giebel-seiten; in dem westlichen Vorbau befand sich eine Latrinemit Pissoir; die Latrine für den kleineren Saal barg einkleiner Anbau an der Nordseite. Die Heizung erfolgtedurch 12 eiserne Steinkohlenöfen, in welche von untenher Luftkanäle mündeten, und erzielte durchschnittlichim März 11.8°, im April 14. u ° und im Mai 14. 3 ° R.
Die Belegung dauerte vom 24. .März bis Ende Juni.
In dem Uebungslager auf der Lockstedter Ilaidebei Kellinghusen in Holstein waren gegen 6000 Kriegs-gefangene in Baracken untergebracht. Dort entstandendrei Lazarethbaracken zu je 34 Lagerstellen. Dieselbenlagen von AV—0, standen direkt auf dem Erdboden,hatten doppelte Holzwände, Holzdächer (in welchen sichleicht zu öffnende Ventilationsklappen befanden) und anbeiden Längsseiten Fenster. Jede Baracke umschlossausser dem Krankensaale noch vier kleinere Räume,welche als Bade- bezw. Tbeeküche und als Wärterzimmerdienten; am Westende lagen in einem besonderen Anbau dieLatrinen. Die Heizung erfolgte durch Steinkohlen-Füllöfen;dieselbe genügte nicht, da die Durchschnitts-Temperaturennicht über Ü.7 C R. im März und 10. b" im April hinausgingen,bei mittleren Aussentemperaturen von 5°, bezw. 6.8°.
Die Belegung des Lazareths begann am 1. Februar 1871.
Da diese Baracken bei wachsender Krankenzahl nichtausreichten, so wurden noch in demselben Monate dreiMannschaftsbaracken mit 180 Betten, eine Offiziersbarackemit 30 Betten in acht Räumen zu Lazarethzwecken über-wiesen. Dieselben fanden, da sie keine besonderen Ven-tilationseinrichtungen besassen, vorzugsweise nur für dieleichteren Fälle Verwendung.
Das Lazareth blieb in dieser Ausdehnung bestehen,bis es gleichzeitig mit Auflösung des Depots im Mai 1871geschlossen wurde.
A r on gleicher Art, wie die eben beschriebenen, warendie im Barackenlager der Kriegsgefangenen zu Mainzerbauten drei Krankenbaracken zu je 60 Betten, welche sichjedoch bei der exponirten Lage des Lagers als so schwerheizbar erwiesen, dass sie nur mit Leicht- bezw. Revier-kranken belegt werden konnten, während man die Lazareth-kranken in das Reserve- (Garnison-)Lazareth und dessenAnnex (Kasernenlazareth) nahm.
Ferner wurden bei dem Gefangenendepot zu Neisseim Anfange des Januar zwei einfache Holzbarackeu fürje 20 Kranke von der Fortifikation hergestellt und am10. Januar belegt.
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