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VTI. Kapitel: Zelte undlBaracken.
Band I.
baute Grundstücke grenzte, liegt in unmittelbarer Nähe derRechte Oderufer-Eisenbahn sowie des Oderkanals. Daseinzige in der Nähe befindliche Haus war die Restauration desSchiesswerders, deren Räume als Küche, Bureau und Wasch-lokal für das Lazareth Verwendung fanden. Das Lazareth-gebäude selbst, welches früher schon anderwärts als land-wirthschaftliche Halle gedient hatte, bestand aus Holz-lachwerk, mit Brettern verschlagen. Dem 121.s in langen,14.i m breiten, von W—O, mit der Hauptfront nach Süd
man
verschalt und mit Dachpappe eingedeckt. Die Wände düberragenden, gewissermaassen einen kolossalen Dachreit»vorstellenden Mittelbaues bestanden nur aus dicht 1einander liegenden Fenstern: das Dach desselben hattemit Dachpappe benagelt.
Im Innern war das Lazareth durch Bretterwandfolgenderniaassen eingetheilt:
In der Mitte des Hauptgebäudes trennte eindurchlaufender, 4.? m breiter Flur das Lazareth
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(Nach Kaumann.)
Zeichnung 18. Reserve-Barackenlazareth Breslau.
(i Flur. — /(Portier. — c Polizei-Unteroffizier. — rf Badeküche.—e Utensilienraum.—/Theeküehe.'—
;/ Bolzkammer. — /(Wärter. — /Arzt. — /.' Inspektor. — l Lazarethgehilfen. — m Todtenkammer.—
n Montirungskammer. — o Operationssaal. — p Bureau. — q Receptions- (Verband-) Raum.
stehendenHauptgebäude hatte man auf der Nordseite an jedemEnde einen 18.8m langen, 14.i m breiten Flügel angebaut. DasGebäude war in der Art dreischiffig angelegt, dass an einenhöheren, mit Satteldach versehenen Mittelbau zwei Seiten-schiffe mit Pultdächern sich anlegten. Die Höhe des Mittel-schiffs betrug bis zum Dach 5.7 m, bis zum First 6.4 m, dieHöhe der Seitenschiffe 3.13 m bezw. 3.76 m; die Breite derdrei Schiffe war gleich (je 4.? m). Den Mittelbau stütztenhölzerne Pfeiler; die drei Schiffe bildeten also einenRaum, welchen die Fensterreihen der beiden Seitenwändesowie zwei Fensterreihen im oberen Theile des Mittel-baues erhellten. Die beiden Ecken des Hauptgebäudessprangen risalitartig vor und überragten auch in der Höheden übrigen Bau, so dass sie ein pavillon- oder eckthurm-artiges Ansehn darboten. Sämmtliche Räume besasseneinen auf Balkenunterlage ruhenden, 31 cm über demTerrain liegenden Bretterfussboden mit schliessbaren Ven-tilationsöffnungen. Die Seitenwände hatten bis 2.2 m Höhedoppelte Bretterverschalung; der übrige 94 cm hohe Raumwurde durch die Fenster eingenommen, welche, um ihreUnterachse nach innen drehbar, durch Schnüre geöffnet undgeschlossen werden konnten. Die Dachsparren ragten etwa94 cm über die Seitenwände hinaus, waren mit Brettern
Theile, welche gesonderte Stationen bildeten. An derSüdseite desselben befanden sich zu beiden Seiten daHaupteingangs 20. gs qm grosse Zimmer für Portier undPolizei-Unteroffizier. Neben dem Nordausgange des Flur«lag links die 22 qm grosse Theeküehe mit Holzkammw,rechts die ebensogrosse Badeküche mit Utensilienkammev.Holz- und Utensilienkammer hatten die Grösse der übrigenNebenräume und besassen eigene Ausgänge nach dem Hofe.
Im Hauptgebäude befanden sich auf jeder Seite viergrosse Krankensäle; zwischen die beiden mittleren schobensich vom Hofe her ein 22 qm grosser Flur und einebenso grosses Wärterzimmer ein, so dass jeder Kranken-saal mit einem Flur in Verbindung stand. Der grössteKrankensaal, den Eckpavillon einnehmend, 16 m im Quadratgross, fasste 30 Betten; der daranstossende Saal 26, dernächstfolgende 20 Betten, worauf als vierter der neben demMittelflur liegende zu 24 Betten folgte; jede Station hattealso 100 Betten zur Verfügung.
Jeden der beiden Flügel durchzog der Länge nachein 4.7 m breiter Korridor, welcher nach Norden insFreie, nach Süden in den grossen Eckkrankensaal desHauptgebäudes mündete. Der übrige Raum war in Zimmervon 4.7 m Breite und 9.\ 111 Länge getheilt. In jeden