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Band I.
III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland.
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«tauten belegt werden; gegen Ende September, als derl-i 1 n Witterung wegen die vollständige Räumung desTabakschuppens stattfand, standen alle in Benutzung.Das Keservelazareth wurde eröffnet am 5. August und[ 0 ggen am 29. November 1870, nachdem die noch" rhandenen Verwundeten in die Militärspitäler transferirt
raren.
Aufnahme hatten in dieser Zeit 875 Mann gefunden,
öägtentheils Verwundete (17 todt); der höchste Kranken-
"taiul war am 9. August mit 387 Mann erreicht worden.
nie Herstellungskosten der Krankenbaracken sammt
iimexeu, mit Ausschluss des Tabakschuppens, beliefen
sich auf 1^833 fl. 51 kr. = 27 143 M. 87 Pf.; hiervon
«»fielen auf:
Maurer- und Steinhauerarbeiten
9 248 fl. 2%kr.
Zimmerarbeiten ...... 2 681 , 5
Sehreinerarbeiten ...... 794 , 53
Schlosserarbeiten ...... 468 , 49
Spängierarbeiten ...... 377 , 59
Eisenwaaren ....... 489 „ 38
Glaserarbeiten ....... 883 , 35
Dachdeckerarbeiten ..... 207 , 36
Holzlieferung ....... 589 „ 48
Sonstige Arbeiten, Taucher- etc. _____ 92 ,. —
15 833 fl. 51 kr.
Jede Baracke kostete im Mittel einschliesslich derKebenbauten 6785 M. 95 Pf. — jede Lagerstelle somit(hrctochnittlich 100 M. 21 Pf.
Die zu Berlin im Garten des Augusta-Hospitals 1 ) durchPrivate errichteten zwei kleinen Baracken besassen eine vonden übrigen Baracken dieser Anstalt wesentlich abweichendeBauart Dieselben waren rund und mit kuppelartigenDächen) versehen. fMe doppelte Holzwand war aussen mitLeinewand benagelt, innen mit Oelfarbe gestrichen. ZurHeizung und gleichzeitig zur Ventilation diente ein eisernerOfen in der Mitte; ausserdem fand eine Ventilation vondem hohlliegenden Fussboden aus statt. In dem sehrluxuriös ausgestatteten Innenraum befanden sich je neunBetten; in einem kleinen Seitenanbau war eine Badewanne,ein Waterkloset und ein Utensilienraum untergebracht. —Besondere hygienische Vortheile Hessen diese Bauten nichterkennen.
Einfache Holzbaracken bestanden
a. Bei staatlichen Reservelazarethen:
In Stralsund eine grosse von 0—W stehende Barackeeinfachster Konstruktion mit vier Bettreihen. Dieselbeerfuhr im September ausser durch Vermehrung der Fensterauf der Südseite auch dadurch Verbesserung, dass zwischenden beiden Bettreihen dieser Seite ein 1.56 m breiter, 31mlanger, auf Balken liegender Brettergang als Wandelbahnerrichtet ward. Gleichzeitig standen daselbst zwei Kranken-zelte aufgeschlagen. Diese sowohl als die nicht heizbareBaracke wurden am 10. Oktober geräumt.
') Vergl. S. 345.
In Aschersleben stellte der Lokal - Hilfsvereinbeim Reserve- (Garnison-) Lazareth auf einem grossen,mit dem Lazareth in Verbindung stehenden Rasenplatzezwischen der Eine und dem Gehölz Burggarten dreieinfache Holzbuden auf: eine grössere, der Wils-lebener Schützengesellschaft gehörige zu 35 Betten, mitdoppelter Segeltuchbedachung, und zwei kleinere zu je12 Betten: von letzteren wurde die eine nur als Uten-silienraum benutzt. Die beiden anderen waren vom18. September bis IG. Oktober belegt, mit zusammen 389Behandlungstagen.
In Hamm und Jülich wurden bei den Reserve-lazarethen ähnliche Baracken benutzt, zu je 20 und30 Betten.
In Gera errichtete man bei dem Reservelazareth aufder Schützenwiese im August eine leichte Bretterbarackemit Pappdach und Tounenlatrinen in einem Anbau. Dienur während des September belegte Baracke war mit52 Lagerstellen ausgestattet; die Zahl der Behandlungs-tage betrug 822.
b. Bei Vereinslazarethen:
In Stettin wurde bei dem Vereinslazareth im Diako-nissenhause Bethanien eine Baracke zu 44 Betten und imVereinslazareth Dortmund eine solche zu 30 Betten inGebrauch gezogen; — in Sulzbach bei Saarbrücken er-richteten die Saarbrückener Knappschaft und der Sulz-bacher Lokalverein gemeinschaftlich zwei Baracken, beideseinlache Holzbuden: die eine zu 30 Betten stand nebendem Bahnhofe und war vom 7. bis 15. August mit Ver-wundeten belegt; die andere, im Garten des Knappschafts-Lazareths, zu 20 Betten musste nach zweitägiger Benutzungwegen zu leichter Bauart mit Rücksicht auf die herrschendenasskalte Witterung geräumt werden.
In der Rheinpfalz (Bayern) Dessen gleich bei Beginndes Krieges die betreffenden Lokal- und Kantonalvereineähnliche Baracken herstellen, von welchen mehrere inFolge der veränderten Evakuationslinien nicht zur Be-nutzung kamen.
In E des heim erhoben sich zunächst am Bahnhofezwei grosse Holzbaracken mit hohen Giebeldächern zu je50 Betten, welche in zwei Reihen an den beiden reichlichmit Fenstern versehenen Langseiten standen. Der Fuss-boden dieser Baracken war 20 cm hoch mit Sand bestreutund mit Laufbrettern versehen; an den Giebelseiten befandensich grosse Flügelthüren, die durch einen zweiten Verschlagins Innere führten, so dass direkter Luftzug die Krankennicht belästigte. Ventilation erfolgte durch die Fenster,von denen ein Theil stets geöffnet blieb. Die Heilresultatewaren sehr günstige; vom 10. August bis 11. Dezemberkamen daselbst 174 Mann mit 4155 Verpflegungstagen inBehandlung (5 todt = 2.9 pCt.).
Eine in Edenkoben (vergl. Tafel LXI, Fig. 1—4)errichtete Baracke glich ganz den vorigen; sie enthielt
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