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VIT. Kapitel: Zelte und Baracken.
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Krankenbaracke IJ am westlichen Giebelende dieKüche von 7 m Länge, am östlichen das Operationszimmervon 4 m Länge mit 4 Fenstern, dazwischen 2 Krankensälevon je 15.5 m Länge mit je 6 Fenstern und 1 Thüre —beide zusammen mit 56 Betten belegt.
Krankenbaracke III 2 Krankensäle; der eine, 22.3 mlang mit 16 Fenstern und 1 Thüre, fasste 46 Betten, derandere war 27.7 m lang mit 1!) Fenstern, 1 Thüre und54 Betten.
Krankenbaracke 1Y hatte ausser einem Isolirzimmermit 4 Betten nebst gesondertem Eingange einen Kranken-saal von 36 m Länge mit 25 Fenstern, 1 Thüre und 1 Thor;— daselbst waren 63 Betten aufgestellt.
Jede der Krankenbaracken besass eine Breite von 10mim Lichten und eine Höhe von 3.5 m bis zur Dachfläche,von 7 m bis /.um Giebel. Als Fussboden diente in allenBaracken ebenso wie im Tabakschuppen der rohe mit Grasbewachsene Boden, welcher später mit Gerberlohe aufgefülltund mit losen Laufbrettern den Betten entlang belegtwurde. Die gemauerten 30 cm dicken Wände ruhten auf45 cm starken Sockeln und Pfeilern. Die Bedachung bildeteein geschlossenes, mit Ziegeln eingedecktes Stuhldach (ohneDachreiter), dessen Dachflächen SO cm über die Umfassungs-räume hinausragten. Zwei durchlaufende Unterzüge des Dach-gebälkes wurden im Innern der Baracke durch zwei Reihenauf gemauerten Pfeilern ruhender Ilolzsäulen unterstützt:letztere standen je 4.6m von einander entfernt und waren mitden Stuhlsäulen des Daches durch Kreuzstreben verbunden.Sämmtliche Zwischenwände der Baracken bestanden aus ge-mauerten Riegelwänden. Die Fenster, deren Brüstung80 cm über dem Boden lag, hatten eine Höhe von1.9 m und eine Breite von O.90 m; sie waren in den ein-zelnen Baracken theils zwei- bis vierflüglig und nach ge-wöhnlicher Weise zu öffnen, theils mit Querflügeln versehen,deren unterer feststand, Avährend der obere um seine obereKante nach innen sich drehen Hess. In der ersten Zeitwährend des Sommers hatte man statt der Glasfenster all-gemein Holzrahmen mit Stramin und Drahtgaze überzogenbenutet.
Der Haupteingang zu jeder Baracke, durchgehende ander Längswand und Innenseite der Anlage, bestand auseinem Thor mit zwei Flügeln; die Giebelwände waren mitAusnahme des Operations- und Küchenlokals ohne Fensterund Thüren.
In den Krankensälen standen die Betten in vier Reihenund zwar im Mittelraume zwischen den Säulen zwei Bett-reihen quer zur Länge des Saales mit den Kopfenden naheaneinander, die dritte und vierte Bettreihe aber an denLängswänden und parallel mit denselben. Im Tabak-schuppen waren drei Reihen von Betten sämmtlich querzur Längsrichtung gestellt. Für die Wärter blieben in jedemSaale zwei bis drei Betten bestimmt, für die Kranken-pflegerinnen befand sich ein Schlaflokal in der Yerwaltungs-
baracke. Die zwei Badekabinen in Baracke 1. mit rj e .1.Verschalung und kleinen Oefen versehen, enthielten jeiWannen etc. Die Küche in Baracke II umfasste -izwei grösseren Schienenherden mit acht Einsatzkesselneinem grossen Wasserkessel noch eine durch einen ]]<verschlag getrennte Speisekammer; rückwärts nachangebaut befand sich eine kleine Waschküche mit KesselnDie Latrinen, für jeden Krankensaal je eine, waren auBfmhalb des Krankenraums als kleiner Holzbau an der ausserLängs wand angebaut; — der Zutritt zu denselben könnt.nur vom Saal aus mittels einer sechsstufigen kleinen Treiund gut schliessender Thür stattfinden. Es waren hierfiiFosses mobiles angenommen, welche von aussen unter deSitz geschoben und mit Dunstkaminen versehen waren
Beim Eintritt der kalten Jahreszeit wurden weffpides geringen Zuganges an Verwundeten und Kranken nmBaracke 11 und IT mittels je zwei bis drei grosser Oefeneiner Art von Blech-Mitrailleusenöfen, heizbar gemacht. Iij,.Oefen bestanden aus einem auf drei Füssen ruhenden 1grossen Heizcylinder von Eisen mit sieben aufgeaBlechröhren, welche oben in einem Sammelcylinder mitH auehabzugsröhren zusammenliefen.
Sonstige Wintervorrichtungen wurden getroffen durchBelegung des Bodens mit Brettern, Einfügung eines Brett»plafonds und Anfertigung von Doppelthüren.
Gleichwohl konnte nur eine massige DurchwäranMder Räume erzielt werden.
Weitere Annexe bildeten:
1) Die Verwaltungsbaracke; dieselbe, ganz aus Höhgebaut und mit Dachpappe gedeckt, war 18..-, m lau»', 9 mbreit und enthielt folgende Räume: a. das Verwaltan»büreau, b. das Schlaflokal für das weibliehe Pflegepersonal,c. das Magazin \\\r Verbandmittel und Wäsche, d. inMontur- etc. Magazin.
2) Die Latrinen für das Pflegepersonal, nördlich mden bewohnten Räumen, vollständig verschalt und gedecktmit fünf Abtheilungen und einer cementirten Sammelgrube,
3) In einiger Entfernung hiervon die Leichenkammaund ein gesondertes Sektionslokal mit Oberlicht. -- ImLazarethhofe selbst wurde ein Brunnen gebohrt, welcherein zwar reichliches, zum Trinken wegen Bein«Lehmgeschmackes jedoch nicht benutzbares Wasaetlieferte; weiter legte man dort ein cementirtes Saumiel-bassin mit luftdichtem Verschluss an für Putz- und Spül-wasser, welches demselben aus den Baracken 1. II und IIImittels Ausgusssteinen und Rohrleitungen zugeführt wurde:ein gleiches Bassin war auch für die Baracke IV vorband«!Ferner befanden sich dort noch zwei Gruben, in denen diegebrauchten Verbandstoffe täglich verbrannt wurden.
Auf dem nahegelegenen Bahnhofe ward eine eigeneRampe zum Ausladen der Verwundeten und von da ei«neuer Weg zum Lazareth hergestellt.
Der Bau der Baracken erforderte einen Zeitraum vonfünf bis sechs Wochen. Ende August konnten die zuenl