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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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Bai"'

III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland.

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"nilete a j g0 durch dreifachen Verschluss von dem Kranken-

raume getrennt.

Die mit einem Syphon versehenen eisernen FallrohreSudeten in eine liegende, auf einem niedrigen Wagen be-stigte Holztonne, welchereiner gemauerten, mittelsPoppelthüre verschliess-iaren Nische unter demkbort aufgestellt war, alleW ei Tage abgefahren undInrch einen zweiten Tonnen-ersetzt wurde.Das Lazareth stand unterL Leitung des ProfessorFriedreich zu Heidelberg.He Belegung erfolgte am.Dezember 1870 und dauertebis zum 1. Juni 1871. IndieserZeitwurden340Krankenit 7465 Yerpflegungstagen»handelt.

Von den 135 Typhus-aukenstarbenl7=12. c pCt.

Das Barackenlazaretlizu Giessen

Lyergl. Tafel XLII, Figuren 4-6),

Lus vier Krankenbaracken zu[je 25 Betten, einer Küchen-baraeke, einer WohnbarackeürdieAerzteund ein Militär-kommando, einem Wasch-haus, einem Leichenhaus undbineui Kohlensehuppen be-eilend, war auf Kosten derStadtgemeinde errichtetiforden.

Die Kraukenbaracken,31.3 m lang, in Holzfachwerk^rbaut, enthielten in jederLängswand sieben Glas-fenster nebst einer Thür undbesassen drei je 4.4 m langepnd 1.5 m breite Dachreiteralt Holzklappen. Jedervrankensaal war 27.2m lang,5m breit, bis zurDachfläche|3.6m, bis zum Giebel 4.7 mhock. Unter den Fensternbefanden sich eine Anzahl durch Läden schliessbarer Ventila-tionsöffnungen, welchen eine ebenso grosse Zahl in dem ver-schalten Unterraum der Baracke entsprach. An den Giebelnbefanden sich gleichfalls Eingangsthüren, an dem einen

Zeichnung 15. Situationsplan des ReservelazarethsSchiesshaus" zu Weimar.(Nach einer Zeichnung des Lazarethinspektors Becker.)

1. Kegelbahn .

18 Manu.

2. Schiessloge

30

n

3. Kegelbahn .

15

. (

4. Hauptgebäude

109

5. Punschbude

30

»

6. Desgl. . .

n

7. Desgl. . .

14

8. Baracke . .

30

»

9. Desgl. . .

30

n

10. Desgl. . .

30

»

11. Desgl. . .

30

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Summe

336 Mann.

Giebelende ausserdem zwei Bäume für das Wartepersonal,an dem anderen in einem Anbau die Klosets.

Das mit 100 Betten ausgestattete Lazareth war durch-schnittlich mit 92 Mann belegt; es wurde am G. September

1870 eröffnet und blieb bisEnde Juni 1871 inBenutzung.Bis Ende Mai waren indemselben 823 Mann ver-pflegt worden.

8. Barackenanlage znWeimar.

(Vergl. Zeichnung 15.)

Da es in dieser Stadtkeine zu Lazarethzweckengeeignete Baulichkeiten gab,so stellte der Magistrat dasSchiesshaus, welches, etwa20 Minuten von der Stadtentfernt, hoch über derselbenund der Hm gelegen, aufdrei Seiten von Wald um-geben, den Ansprüchen ambesten zu entsprechen schien,als Reservelazareth zur Ver-fügung. Es wurden dort dasHauptgebäude mit grossemSaal und Restaurations-lokalitäten, welche neben denBureaus, der Küche, einerBadestube und Wohnungenfür Aerzte und Beamte noch109 Krankenbetten aufzu-nehmen vermochten, fernerdie Schiessloge mit30Betten,zwei bedeckte Kegelbahnenzu 15 bezw. 18 Betten unddrei hölzerne sogenanntePunschbuden", von welchen(nebst Wachstube), eine als Depot diente, wäh-

(Büreau, Arztzimmer, Wohnung ren ddie anderen mit30bezw.für Beamte, Küche, Badestube), 14 Betten be legt wurden, als

Lazarethräumlichkeiten inGebrauch gezogen.

Ausserdem wurden vierLazarethbaracken zu je30 Lagerstellen neu erbaut.Die Baracken, welcheMitte August fertiggestelltwaren, lagen auf der Schiesshauswiese, mit ihrer Längs-achse von NWSO, und entsprachen in Grösse uudKonstruktion der Preussischen Vorschrift mit den gleichenAbänderungen, welche bei Gruppe I und III der Baracken

(Depot),