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VII. Kapitel: Zelte und Baracken.
innerhalb der ärarischen Gruppe ein Gebäude für Apothekeund Operationssaal mit angebautem Eiskeller, eine Küchemit Speisekammer, endlich das grosse Verwaltungsgebäude,welches die Verwaltungsbüreaus, ein Wäschedepot, eineUtensilienkammer, den Betsaal, das Telegraphenbüreau,ein Konferenzzimmer, sowie Wohnungen für Aerzte, Geist-liche, Beamte, Schwestern und Wärter enthielt. Etwasentfernter, zwischen den Gruppen I und III, stand dasLeichenhaus, ebendaselbst, aber näher der Bahn, eine Wasch-küche, und dicht an der Bahn die gemeinsame Apotheken-und Operationsbaracke für Gruppe II und III ; bei Gruppe IIKüche, Verwaltungsgebäude, Eiskeller und Zeughaus (Mon-tirungsdepot); in der Nähe dieser Gruppe die Pumpstationfür die Entwässerungsanlage, ein Desinfektionsofen (massivesGebäude mit hohem Schornstein, versehen mit einerFeuerung zum Verbrennen aller gebrauchten Verband-gegenstände und einer über der Feuerung liegenden Kammerzur Desinfektion der Utensilien mittels heisser Luft), fernerein Strohschuppen und ein zweites Leichenhaus; bei derGruppe des Hilfsvereins endlich eine Küche, eine Ver-waltungsbaracke, ein Strohschuppen, ein Pferdestall und einBahnwärterhaus.
Sämmtliche Baracken waren, wie schon oben erwähnt,zunächst für den Sommergebrauch eingerichtet und be-währten sich in der beschriebenen Form während derwärmeren Jahreszeit vollkommen. Schon im Monat Oktoberjedoch machte die niedrige Temperatur eine Umgestaltungder Baracken für den Wintergebrauch nothwendig.
Von der militärfiskalischen Gruppe erhielten dieBaracken No. I, II, XIV und XV eine vollständige innereVerschalung mit gehobelten Brettern, No. III und X11I eineebensolche mit ungehobelten Brettern; No. IV, V, XIund XII wurden innen bis zur halben Höhe mit unge-hobelten Brettern verschalt, der Rest mit Pappdeckelnbenagelt; No. VI erhielt eine innere Ausmauerung mit inTheer getränkten Torfstücken, No. VIII eine solche mittrockenem Torf, — darüber erfolgte bei beiden eineBelegung mit Pappe. No. VII und IX wurden aussen mitSteinpappe bekleidet, No. X endlich erhielt einen äusserenLehmestrich auf Stroh. Sämmtliche Baracken mit Ausnahmevon No. X, in welcher ein Versuch mit vier Gasöfen ge-macht wurde, erhielten je zwei eiserne Füllöfen und zwarmeist Reguliröfen; nur in No. VIII und IX wurden, ihrermehr exponirten Lage wegen, Schüttöfen von Eisenblechmit starker Chamotteausfütterung angebracht.
Die zum Dachfirst hinausgeführten Rauchrohre wurdenmit Ventilationsschloten umgeben, die Dachfirstöffnungenmit Brettern vernagelt; nur eine Anzahl stellbarer Klappenblieb frei. Ebenso schloss man den Hohlraum unterder Baracke durch eine bis zur Höhe des Fussbodensreichende Erdaufschüttung, in welcher einige durch Klappenschliessbare Ventilationsöffnungen freiblieben, gegen dieäussere Luft ab. Die Zahl der Oefen musste späterhinvermehrt werden, so dass für die 15 Baracken 21 Kohlen-
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und 24 Koaksöfen zur Verwendung kamen; die Gasthatten sich nicht bewährt.
Bei der Gruppe II erhielten zunächst sauBaracken, nachdem die Aussenseiten der äusseren Pf areihen des Unterbaues mit Brettern vernagelt warenErdschüttung bis zur Höhe des Fussbodens mit Freila«von Ventilationsöffnungen. Innen wurden die Dachreit^mit Ausnahme stellbarer Ventilationsklappen geschW
Sechs Baracken erhielten eine innere Brettervermit Ausfüllung des Zwischenraums durch Torf. Beiandern wurden nur die Fugen der Wand gedichtetinnen die Leinewandvorhänge der Galerien gegen die Stieleund Riegel der Bundwand befestigt; zwei Baracken bliebqohne weitere Einrichtungen.
Die Heizung geschah in zwei Baracken mittels Gasölin den übrigen durch Schutt- und Kanonenöfen; letztenmit Ofenschirm und vertikalem Rauchrohr, bewährtenam besten; die Gasöfen mussten auch hier im Dezemtdurch Kanonenöfen ersetzt werden.
Bei den Baracken des Hilfsvereins wurde betreffs kUnterbaues und des Dachreiters in gleicher Weisefahren; sämmtliche Baracken erhielten eine innere TuSchalung mit Ausfüllung des Zwischenraums durch Koabasche, sowie eine äussere Benagelung mit DachpappeHeizung geschah anfangs mit je zwei, später mit j(Füllöfen, nur in Baracke 50, welche sich am besten heiamit zwei Kanonenöfen.
Ausweislich der nachfolgenden Tabelle über dieschnittlichen Ergebnisse der Heizung muss der Yer-tdie Sommerbaracken für den Winter brauchbar zu machals nicht vollkommen gelungen bezeichnet werden, dader kälteren Zeit trotz ununterbrochenen Heizens einenügend hohe Innentemperatur nicht erreicht worden ist,
Temperatur-Tabelle (°R.)für das Reserve - Barackenlazareth No. I auf dem Tempelhofer Fdt
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nicht belegt7.2 7.o
8.o 9.2
nicht belegt6.2 6.5
7.15.8
8.05.1
8.911.48.46.27.3
4.67.49.99.57.78.46.5
1.0
10.6
8.58.6
8.0
7.59.78.85.9
10.o
9.29.3
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Der Verbrauch an Brennmaterial betrug im täglichen Durchsei:2 bis 3 Scheffel Kohlen oder Koaks pro Ofen, und 2 Klobenpro Baracke.
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