III. Abschnitt: Zelte und Baracken in Deutschland.
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Lgerspülong eingerichtet; das Fallrohr führte in eineleine gemauerte Senkgrube, aus welcher die Exkrementeircli das nachspülende Wasser in das Sammelrohr ab-bführt werden sollten; doch genügte dies zur Zeit schwü-leren Wasserdrucks nicht immer, so dass ein Theil derikalmassen in den Senkgruben zurückblieb und zweimalöehentlich abgefahren werden musste.
Der Krankensaal selbst bot bequem Raum für 30, inrei Reihen mit den Kopfenden an den Längswändentehende eiserne Bettstellen; es kam auf jede Lagerstelle|.5 cbm Luftraum.
Bei dieser Gruppe befanden sich zu Isolirungszweckenfei kleine Zelte zu je einem Bett und ein grösseres Zelt zu
Betten, welche von Ende August bis Anfang Oktobernutzt wurden.
Die zweite Gruppe, Reserve-Barackenlazareth II,der städtische Barackengruppe 1 ) genannt, auf Kosten
Stadt Berlin erbaut, bot mancherlei Verschiedenheitenou der Gruppe I. Die Anzahl der Baracken betrug 20,
Lange (ohne Galerie) 34 m, die Breite (ebenso) bei
Baracken 6.6 m, bei den 10 anderen 5.64 m, die HöheDe Unterbau) bei den 10 ersten 3.13 m bis zum Dachad 4 m bis zum First, bei den 10 anderen 2.8 m bis zumch und 3.8 m bis zum First.
Den mittleren Theil der Baracke nahm der 28.25 mBge Krankensaal ein, während sich an jedem Ende zweilume, einerseits für Latrine und Badeeinrichtung, anderer-eits als Theeküche und Wärterzimmer, befanden.
Der Unterbau dieser städtischen Baracken bestand ausä m tief eingegrabenen 26 cm starken hölzernen Pfählen,flehe bei den drei zuerst vollendeten Baracken (No. 16, 17kd 18) 62 cm, bei allen übrigen 1,56 m hoch über denfdboden sich erhoben. Auf denselben war die Barackeähnlicher Weise errichtet, wie bei der militär-ärarischenuppe; nur bestand der Fussboden, um die Schwankungen
verringern, aus 5.2 bis 6.5 cm starken gespundetenohlen, welche direkt auf den Unterzügen ruhten. Inei Baracken (16, 17 und 18) war ein Asphaltfussbodendurch hergestellt, dass man auf eine fast dichte Bettung»chpappe genagelt und diese mit einer Asphaltlage be-riehen hatte.
Das überhängende Pappdach, mit Leisten und Tafel-Jipe gedeckt, hatte Firstventilation mit Dachreitern in
ganzen Länge des Gebäudes.
Eine 94 cm breite Galerie mit einfachem Eisengeländerhgab die ganze Baracke. Leinene Vorhänge, welche vomiche bis zum Galeriefussboden reichten und nach BeliebenJeilweise oder ganz herabgelassen werden konnten, botenputz gegen Wind und Hitze.
') Diese städtischen Baracken gehören ihrer Konstruktion nach
denjenigen, welche in der vierten Gruppe dieses Abschnitts
ammengestellt sind, werden jedoch behufs zusammenhängender
»ilderung der gesammten Lazarethanlage bereits hier beschrieben.
Die Fensteröffnungen, 30 an der Zahl, welche an derLängswand dicht nebeneinander lagen und bis zur Dach-höhe reichten, waren mit Drahtgaze geschlossen, an derenStelle nach Bedarf Glasfenster vorgesetzt werden konnten.
Die Stirnseiten hatten Thüren, von welchen die nachWesten liegende 1.« in, die entgegengesetzte 1.09 m breitwar; zu denselben führten von aussen Freitreppen. Nachinnen gelangte man in einen Korridor, an dessen beidenSeiten am Westende ein Wärterraum und eine Theeküche,am Ostende der Klosetraum und die Badeküche lagen; diebeiden ersteren Räume waren 3.7 m lang und 2.5 m breit,die beiden letzteren 1.8 m lang und 2.5 m breit. Die Klosct-einrichtung unterschied sich von der in den ärarischenBaracken dadurch, dass die Fallrohre ohne Senkgrube direktin die Sammelröhren einmündeten, eine Einrichtung, welchesich dauernd gut bewährt hat.
Der Krankensaal war durchweg länger als in denanderen Gruppen, so dass die Entfernung von Bettmittezu Bettmitte nicht wie dort l.s m, sondern l.s ni betrug,dagegen war bei der Hälfte der Baracken die Breite einegeringere; bei den schmäleren Baracken betrug der Luft-raum pro Kopf 17.5i cbm, bei den grösseren 22.38 cbm.
Diese Gruppe verfügte über 25 Zelte, von welchenjedoch nur 8 während der Monate September und Oktoberin Gebrauch gezogen wurden.
Die dritte Gruppe endlich, 15 Baracken des BerlinerHilfsVereins umfassend und Vereins-Barackenlazarethgenannt, unterschied sich von der Gruppe I nur in wenigenPunkten. Zunächst bestand der Fussboden, mit Ausnahmevon Baracke 50, aus zwei Brettlagen mit gekreuzten Fugen;auf die obere Brettlage war eine Pappschicht genagelt undasphaltirt worden. Die Wände der Baracken waren an derWetterseite mit Dachpappe benagelt. Der Dachreiter, mitstellbaren Holzklappen versehen, lief über die ganze Längeder Baracken. Die Thore am Westgiebel nahmen dieganze Breite der Giebelwand ein.
Ferner stand die Baracke 50, welche, nachdem imAnfange auch noch Baracke 30 der Gruppe II zur Auf-nahme der von Hospitalbrand befallenen Verwundeten be-nutzt worden war, weiterhin allein zu diesem Zwecke diente,ohne Unterbau direkt auf dem abgemauerten Erdboden,auf welchen eine dicke, leicht muldenförmige Cementlageaufgetragen war, so dass Abwaschungen mit Wasser undDesinfektionsmitteln leicht vorgenommen werden konnten.
Inmitten dieser Gruppe befanden sich, von Garten-anlagen mit Springbrunnen umgeben, ein Zelt für Pyämische,sowie ein grosses Zelt für Rekonvaleszenten, dessen Seiten-gardinen Oeffnung und Schliessung je nach der Windrichtunggestatteten.
Von den ausser den Krankenbaracken auf dem Terraindes Barackenlagers errichteten, zur Lazarethanlage ge-hörigen Gebäuden sind zu nennen: Am Thore nachder Stadt neben der Wache das Auskunftsbüreau, derGasometer, ein Stall, eine Remise und die Feuerwache;