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II. Abschnitt: Zelte und Baracken auf dem Kriegsschauplatz.
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ä nureB durch eine Bretterwand getrennt (welche Sckeide-d iedoch bald beseitigt wurde) — erfuhren theilweise nochOrend des Baues die vom dirigirenden Arzte in An-t acht der vorgeschrittenen Jahreszeit und der voraus-, j-, u längeren Benutzung beantragten baulichen Aende-ien als: doppelte Verschalung der Wände, Klappbretter amtaren Theile der Längsseiten zu Ventilationszwecken, ebensoben durchlaufende, theilweise stellbare Fenster, AuffüllungTerrains unter dem Fussboden mit Schlacken zurbhaltun" der Bodenfeuchtigkeit, Anbringung gesonderterLrBChlage an den inneren Stirnseiten, seitlicher AnbauI Linnen an den äusseren Barackenenden. Im Monatleptember wurde eine Wasserleitung hergestellt und derlau einer grösseren Baracke mit Waschküche etc. undLa mt ammer ausgeführt. Gegen Mitte Oktober kamenWeinrichtungen und im November die sonstigen unerläss-kben Vorkehrungen für den Wintergebrauch hinzu. In-Fischen waren noch zwei grössere Baracken erbaut worden:je eine für Verwaltungszwecke, die andere mit kleinenWohnräumen für erkrankte Offiziere, das Spitalpersonal,,wie für Rekonvaleszenten. Gegen Ende November er-Me der Bau von fünf neuen, besonders dauerhaft her-stellten Krankenbaracken, welche Anfang Januar mitranken belegt werden konnten.
Das ganze Barackenspital bestand demnach schliesslich- 15 Krankenbaracken nebst 4 Administrationsbarackenod bot, da jede Baracke 40 Lagerstellen enthielt, Raumir 600 Kranke.
Wie aus dem Situationsplan auf Tafel XXXII ersichtlich,Faren die Krankenbaracken No. I bis XV mit freien Zwischen-äirnieu von je 12 Meter in Form eines nach Osten offenen Huf-mm aufgestellt, dessen offene Seite durch die Hauptver-altungsbaracke XVI abgeschlossen wurde; — die übrigeni Wirthschaftsbaracken XVII bis XIX standen im Innernhierdurch gebildeten Lazarethhofes.Die Krankenbaracken hatten sämmtlich die gleichelmeintheilung und unterschieden sich auch hinsichtlicher Grösse und Konstruktion nur in geringem Grade vonnder. Die zuerst erbauten No. I bis X hatten eine.ussenlänge von 35.so Meter, eine Breite von 8 Meter undine Giebelhöhe von 5.so Meter; sie enthielten je einen•ankensaal — von 32 Meter Länge (im Lichten), 7.so Meterreite und 4 Meter Höhe bis zum Plafond — mit 40 Lager-ellen (je 20 an einer Längswand) und besassen zwei an-inander gebaute Kabinen von 2.5 Meter Länge und 2 Meterieite an der inneren, sowie zwei abgesonderte Latrinender äusseren Giebelseite.
Die Wände der Baracken bestanden aus Riegelwerklit innerer und äusserer Bretterverschalung; die Haupt-fosten (Ständer) waren in den Boden eingerammt, dieippenhölzer des aus starken Dielen bestehenden Fuss-nach Entfernung der obersten Schicht des Erd-ichs in eine etwa O.15 Meter starke Aufschüttung von«lverisirtein Koaks mit Eisenschlacken eingebettet. Die
Längswände erhielten beiderseits eine überlukte Ver-schalung (die Bretter in horizontaler Richtung) undunten nahe dem Boden in gleichen Abständen beweglicheBolzläden mit Oharnieren zum Oeffnen, im oberen Theil jeeine bis zur Dachfläche reichende durchlaufende Fensterreihevon O.soMeterHöhe mit einzelnen, an der unteren horizontalenAchse beweglichen und nach einwärts stellbaren Flügeln.An den Wänden der Stirnseiten lagen die Schalbrettervertikal. Das stumpfwinklig geschlossene Dach warmit Zinkblech auf Bretterverschalung eingedeckt und durchFirstsäulen unterstützt. Jede Krankenbaracke hatte ander inneren Giebelseite zwei seitliche, in der Nähe derEcken befindliche Thüren, welche mittels eines 2 Meterlangen Ganges in den mit innerer Schutzwand (gegendirekten Luftzug) versehenen Kraiikenraum führten; diezwischen den Gängen liegenden Kabinen dienten zur Auf-bewahrung der Wäsche und des Verbandmaterials, sowiezum temporären Aufenthalte für das Wartepersonal, in derwärmeren Jahreszeit zur Herstellung von Bädern. An deräusseren Giebelseite führten ebenfalls zwei Thüren zu denabgeschlossenen und gedeckten Vorplätzen der Latrinen.Letztere, in einem l'/a Meter seitwärts liegenden Anbaubelegen, hatten je zwei Sitze und ein Pissoir mit Fossesmobiles — getheerten Tonnen —, welche täglich nach vor-heriger Desinfektion von aussen entfernt wurden.
Bei Beginn der kalten Jahreszeit wurden die Barackenplafondirt, der Zwischenraum der Doppelwände 1 Meter hochmit Koaks, der übrige Theil bis zum Plafond beziehungs-weise den Fenstern mit getrocknetem Moose fest ausgestopft,die Klappbretter geschlossen und jede Baracke mit vier, dienach Norden gelegenen aber mit fünf kleinen eisernen Füll-öfen (sog. Schiffmannsöfen) versehen. Diese Oefen, in derMittellinie des Krankenraumes in entsprechender Entfernungvon einander aufgestellt, waren für Holz- und Steinkohlen-feuerung eingerichtet und trugen Wasseraufsätze; die Rauch-röhren führten nach kurzer U-förmiger Krümmung loth-recht durch Plafond und Dach; Gypslagen und Blechbelägeschützten die Holztheile an den Durchtrittsstellen.
Die Heizungsresultate konnten anfangs nicht befriedigen,insofern die Temperatur im Oktober trotz der vier Oefenim Krankenraum nicht über 8°R. stieg; erst nachdemdie Zwischenräume mit Moos etc. ausgefüllt und mancheSchwierigkeiten in der Führung der Rauchröhren beseitigtwaren, gelang es, eine ausreichende Erwärmung in denBarackenräumen zu Stande zu bringen, so dass in derkältesten Zeit, im Dezember, die Temperatur nicht mehrunter 12 bis 10 Grad fiel; im Januar und Februar betrugdie Temperatur in den älteren Baracken bis zu 15 Grad,im März 14.6 Grad, in denen der neueren Konstruktionwurden im Januar 15.s Grad, im Februar 15.i Grad undim März 14.7 Grad erreicht, bei Aussentemperaturen von— l.o Grad, -f- 3.4 Grad und 4- 5.5 Grad. Der täglicheVerbrauch an Heizmaterial belief sich in der kälteren Zeitauf 4 l /-> Zentner Kohlen und l 1 /-' Zentner Holz pro Baracke.
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