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VII. Kapitel: Zelte und Baracken.
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zur Etablirung auf Französischem Boden abrücken; Haupt-Feldspital No. 4 in Mosbach hatte von 7 Baracken nur 4belegen können, Haupt-Feldspital No. 5 von 5 Barackennur 1 in Gebrauch genommen. Das Nähere über diese,zwar von mobilen Sanitätsformationen, jedoch innerhalbDeutschlands improvisirten Bauten siehe im dritten Abschnittdieses Kapitels. 1 )
Endlich hat noch das Bayerische Haupt-FeldspitalNo. 2 2 ) bei seiner ersten Etablirung in dem GrenzdorfeSchaidt bei Weissenburg ausser barackenähnlichen Bauten(Güterhalle des Bahnhofs, 2 Kegelbahnen, Scheunen etc.)eine grössere Zeltanlage von 9 gewöhnlichen Mannschafts-zelten (aus Landau) für je 4 Kranke benutzt und den Bauvon Krankenbaracken mit Hilfe von Geniesoldaten ausGermersheim begonnen, musste aber, als die erste Barackefast vollendet stand, zur Uebernahme des BarackenlazarethsBonsecours bei Nancy (siehe später) abmarschiren.
B. Vor Strassburg.
Während der Einschliessung und Belagerung vonStrassburg wurden bei einigen Feldlazarethen der BadischenDivision Baracken verwendet. Dieselben waren von ver-schiedener Grösse, sonst im Wesentlichen gleichartig kon-struirt und aus dem vom Badischen Kriegsministeriumaus Karlsruhe gelieferten Material verfertigt. (Lager-baracken aus dem Artilleriedepot.) Der Boden wurdefestgestampft und mit Kies bedeckt. Wände und Dachbestanden aus einfachen Brettern, deren Fugen man mitLeisten benagelte. Das Dach war mit Dachpappe gedecktund mit einem Dachreiter versehen. Die Wände enthielten1.2 Meter über dem Boden Fenster und stellbare Holz-klappen. Im Innern bestanden abgetrennte Räume fürWärter. Aussen waren die Baracken von Abzugsgräbenumgeben.
Zuerst belegte das 5. Feldlazareth in Vendenheim 3 )von vier parallel nebeneinander liegenden Baracken zu je40 Betten zwei vom 11. August, zwei vom 19. Septemberab bis zum 12. Oktober.
Zu Bischweiler hatte das 3. Feldlazareth 4 ) von MitteAugust bis zum 25. desselben Monats und mit einer Sektionbis zum 2. Oktober 2 Baracken mit je 20 Betten in Ge-brauch, ferner in Kolbsheim 5 ) eine im Parke des Bürger-meisters von Strassburg errichtete Baracke zu 20 Bettenvom 25. August bis 5. Oktober.
Das 2. Feldlazareth benutzte 2 bei der IrrenanstaltStepkansfelden 6 ) errichtete Baracken zu je 40 Betten von
') Und zwar betreffs Kaiserslautern unter „Aptirungen", betreffsMosbach unter Gruppe 6, betreffs Bretten unter Gruppe 7.») Vergl. S. 101. — 3) Vergl. S. 99. — *) Vergl. S. 97.5 ) Vergl. S. 99. — 6 ) Ebendaselbst.
Ende August bis zum 15. Oktober; das 1. Feldlaza»endlich hatte zu Bläsheim *) vom 8. September bis 4. fjk2 Baracken zu je 50 Betten in Gebrauch.
C. Vor Metz.
In umfangreichem Maasse kamen nach denSchlachten bei Metz und während der Einschlies*Festung Zelte und Feldbaracken zur Verwendung
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1. Zelte.
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In Boulay 2 ) wurden bei dem durch Lazaretk-Be* n welchen die Ter
personal I. Armeekorps seit 13. August etablirten stehend
Kriegslazarethe 2 Zelte von Mitte August ab belegt.
In Corny 3 ) errichtete die 1. Abtheilung LazanReservepersonals VII. Armeekorps am 23. August in j,prachtvollen Park eine aus 6 KrankenzeltenStation.
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Die Zelte, zu je 12 Betten, standen parallel, mitEingange nach Südwest gerichtet, in gehöriger Entfernvon einander; sie waren mit Verwundeten und Typh [y^ beschädigtkranken belegt, mussten aber Anfang Oktober der ratWitterung wegen geräumt werden.
In dem gegenüberliegenden Orte Novöant 4 ) besasvon der 2. und 3. Sektion Lazareth-ReservepersonalsTIlhmeekorps am 21. August errichtete stehende Kriegslazaineben Baracken 4 Zelte, von welchen eines sps2. Sektion Lazareth-Reservepersonals VII. Armeebrfl Pen Bau der eials Typhusstation überwiesen wurde. Auch diese l jisseville das 8.!wurden im Monat Oktober aufgegeben. tt in dem Obstgart
Das seit dem 24. August in Gravelotte etal d beendete den B7. Feldlazareth VHI. Armeekorps 6 ) errichtete dort am Li slung ruhte 1 Fus;tember ausserhalb des Dorfes in einem erhöht gelegt den auf starkenrings von Mauern umgebenen Garten eine aus i l ingswände bestandbestehende Krankenstation, deren Mobiliar (hölzernelbettstellen und kleine viereckige Tischchen) im Orte iangefertigt worden waren. Den Lehmboden der Zeltdeckte man in Ermangelung von Kies mit einererneuerten Schicht von Schlacken. Ausserhalb der l r Ostgiebel mitbefand sich die in primitiver Weise hergestellte, regeltmit Chlorkalk desinfizirte Latrine — tiefer Grabe«Sitzbrett.
Die Station musste der nassen und kalten Wittdwegen am 11. Oktober geräumt werden, nachdeilGanzen 128 Verwundete daselbst behandelt waren. IZelte hatten sich nicht durchaus bewährt, insofern!Eisentheile durch den starken Wind vielfach verl>oder zerbrochen wurden und durch Holzstangen
ikenden Brettern;n innen mit Leine 1estgiebel — die;en nach Westen
!) Vergl. S. 99. — 2 ) Vergl. S. 108. — 3) Vergl. S. 134.4 ) Vergl. S. 133. — 5 ) Ebendaselbst. — 6 ) Vergl. S. 123.
') Vergl. S. 123. -
3 ) In Metz selbslk 129 erwähnte Ze'Ite waren auf Kiesbc■ogen. Bei der Ueb
Verwundete (durchdie nur für Reko:«falls S. 129), auster Güterwagen bei«daselbst) boten ei»ndheitsverhältnissesige Belegung dieseiacht hatten.
4 ) Vergl. S. 105.