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Der Sanitätsdienst bei den deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71
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V. Kapitel: Sanitätszüge.

ins Leben gerufen, so hatte man doch schon bei der erstenAusstattung auf ausgedehnte Mitwirkung des Landes-Tliifsvereins Bedacht genommen und eine Theilung dererforderlichen Leistungen zwischen diesem und dem Baye-rischen Kriegsministerium durch gegenseitiges üeberein-kominen dahin festgestellt, dass Letzteres die Beschaffungund innere Ausrüstung des Wagenparkes, die den ver-schiedenen Bahnverwaltungen zu zahlenden Vergütigungenund die Stellung des militärischen Personals übernahm,dem Landes-Iiilfsvereine dagegen ausser der Stellung desärztlichen, Pflege- und Bedienungspersonals die Beschaffungder für die Krankenpflege nothwendigen Gegenstände, derLebens-, Arznei- und Verbandmittel, der Bett- und Leib-wäsche, sowie späterhin die Verpflegung des Zugpersonalsnebst derjenigen der Kranken und Verwundeten zufiel.

Die vom Bayerischen Staate für die Spitalzüge aufge-wendete Summe beläuft sich auf

237 628 Gulden südd. Währung,

die Baarauslagen des Landes-Hilfsvereins auf22 732 Gulden südd. Währung,

mithin der Gesammtaufwand auf

260 360 Gulden.

Der Transport jedes einzelnen Beförderten kostetedanach im Mittel 26 Gulden 54 Kreuzer = etwa 46 M.

Der Pfälzer Lazarethzug wurde vom Pfälzer Hilfs-verein aufgestellt. Die Wagen lieferte die Direktion derPfälzischen Eisenbahnen; der Hilfsverein zu Kaiserslauternübernahm die Ausstattung des Zuges mit Personal undMaterial sowie die Kosten der Gesammtverpflegung. DieGesammtsumme der durch Herstellung des Zuges (ein-schliesslich der Bahren, ausschliesslich der Bettutensilien)und durch die Demobilisirung desselben erwachsenen Aus-lagen belief sich auf 16 000 M.

Der Sächsische Sanitätszug wurde auf Veranlassungder Sächsischen Militärbehörden von der Staatseisenbahn-Verwaltung eingerichtet. Die Ausstattung desselben mitLagerstellen, Bettstücken, Wäsche, Lebens-, Arznei- undVerbandmitteln sowie Geräthschaften erfolgte theils aus

Staatsmitteln, theils aus Mitteln der freiwilligen Kran];pflege. Wie hoch der Kostenaufwand für diesen Zu»beläuft, kann nicht angegeben werden.

Auch bei Errichtung der Württembergi^iSpitalzüge konkurrirten die Staatsverwaltung ^Vereinsthätigkeit. Das Württembergische Kriegsministe^stellte den nöthigen Bedarf an Ausrüstungsgegensüfür die Lagerstätten; die Verwaltung der Württembera*Staatseisenbahnen lieferte das rollende Material nsorgte die Zurüstung der einzelnen Wagen in der Centpwagenwerkstätte. Der Württembergische Sanitäteygstattete den Zug mit dem übrigen Material, sowieLebens-, Verband- und Arzneimitteln aus und übaJdie Stellung des Personals aus freiwillig sich Melden,]«Die Höhe des von der Staatsverwaltung getragenen Kostantheils kann nicht genau angegeben werden. Die duschnittlichen Kosten der Ausrüstung eines Sanitätszu^ 1eine Fahrt beliefen sich auf 2500 bis 3000 Gulden.

Für den Badischen Sanitätszug übernahm das Giherzogliche Kriegsministerium die Ausrüstung mitnöthigen Lagerungsgeräthen. Die Wagen waren theilsder Direktion der Badischen Eisenbahnen gestellt, thdurch Vermittlung des Württembergischen Sanitätsve»von der Direktion der Württembergischen Staats!.*geliefert. Die Stellung des Personals und die Materiausstattung besorgten zum grössten Theil die freiwilligHilfsvereine. In die Verpflegungskosten theilte das

Die instruktionsj;dlung und Pflegerankheit im Feldertlaufende Kette,Idlazarethe als Anrichtuugen an d<

dische Kriegsministerium sich mit den Hilfsvereinen. I n vom Kriegsschai

Auslagen der Badischen Staatsverwaltung für Sanitätsiisind nicht ermittelt; die Vereinsauslagen beziffern sich22 533 Gulden 13 Kreuzer.

Alle übrigen Sanitätszüge waren übende»« rkung immobiler LSchöpfungen der Privat- und Vereinsthätigkeit, we!u & verwundeter Kriejedoch von den Staatsverwaltungen erheblich unterstiwurden.

70/71 in Anspruch ghrend des Kriegesstaatlichen VerwaltIm Ganzen hat die freiwillige Krankenpflege nachd t der freiwilligen ]Bericht des Centralkomitees während des Krieges 1870 ossen Zahl von Heildie Summe von 55 281 Thalern und 7 Pfennigen fm-SaiBÄ" 1 Krie g e berührten

züge verausgabt.

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diesen Anstalten tnke Aufnahme undIwesen aber war zSamtätszwecke ei

') Vergl. S. 263.