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V. Kapitel: Sanitätszüge.
Für die Rangirung des Sächsischen Sanitätszugesergingen besondere Vorschriften nicht.
Die Württenibergischen Spitalzüge waren in fol-gender Weise zusammengestellt:
1 Gepäckwagen,
8 Wagen für liegend zu Befördernde,
2 Wagen für sitzend zu Befördernde,
1 Bureau- und Schlafwagen für das Oberpersonal,1 Küchenwagen,1 Proviantwagen.
Der Badische Lazarethzug zeigte folgende Anordnung:1 Feuerungsmaterialienwagen,1 Hofsalonwagen (für 2 kranke Offiziere),
1 Wagen für das Personal,
2 Wagen für liegend zu Transportirende,1 Vorrathswagen,
1 Küchenwagen,
5 Wagen für liegend zu Befördernde,
2 Sitzwagen für Leichtkranke,7 Stallwagen mit Lagerstellen,1 Gepäckwagen.
Die Rangirung der übrigen Sanitätszüge watwechselnde.
Zur äusseren Kennzeichnung trugen SämmtliJWagen der Sanitätszüge an ihrer Aussenseite dag JKreuz im weissen Felde. Auf einigen, z. B. den Preissehen Sanitätszügen, war ausserdem an jedem einzelnWagen die Art seiner Verwendung bezeichnet. Die Prdsehen Krankenwagen waren dabei fortlaufend mmund die mit Bremsen versehenen Wagen durch ein 1Kreuz kenntlich gemacht, damit nicht Schwerverwin diese Wagen verladen würden. 1 )
') Nach der Kriegs-Sanitäts-Ordnung erhalten Krankem«überhaupt keine Bremsen.
II. Einrichtung und Ausstattung der Wagen.
A. Krankenwagen.
Die Einrichtung und Ausstattung der Krankenwagenmusste sich bei den verschiedenen Zügen sehr abweichendgestalten, je nachdem letztere ausschliesslich für den Trans-port Liegender oder auch Sitzender (d. h. Leichtkranker)bestimmt waren Weitere Verschiedenheiten waren durchden Umstand bedingt, ob zwischen den Wagen ein Durch-gang bestand oder nicht.
Kr ankenw a gen de rPreussi sehen Sani tat szügelbisIX,der ersten von Preussen ausgehenden geschlossenenEisenbahnzüge und der Weissenburger Lazareth-
züge.(Siehe Tafel XVIir.)
Dieselben waren durchgängige Personenwagen4. Klasse der Hannoverschen Staatsbahn, der Nieder-schlesisch-Märkischen, der Westfälischen, der Magdeburg-Leipziger und der Märkisch-Posener Bahn. Die Länge desWagenkastens bot Raum für drei hintereinander aufgehängteTragen (mithin bei Lagerung in zwei Etagen 12 und nachAbrechnung des Raumes für den Ofen 10 Lagerstellen).
Da die Federn dieser Wagen einen sanften und gleich-massigen Gang des Wagens gewährleisteten, so trat einBedürfniss nach Abänderungen in dieser Richtung nichthervor.
Die zu den Plattformen führenden Treppen besassennach der offenen Seite eiserne, behufs Erleichterung des
Einladens der Kranken in der Mitte unterbrochene1 an der. Jede Plattform war durch ein vorspringenStück der Wagendecke überdacht, letztere* dmschräge konsolartige Stützen getragen. Die je zwei PI,formen verbindende eiserne Fallbrücke wurde in «■;rechter Stellung durch eiserne Ketten festgehalten. 'der Plattform aus führte eine zweiflügelige Thür inWagenraum. Hinter der Thür befand sich eine zweitbeiPortiere.
Der Wagenraum selbst, war in der auf Seite 265schriebenen Weise zur Aufnahme von Kranken bergendDer in der Längsrichtung des Wagens zwischen den iReihen Tragen gelegene Gang von 1 Meter Breitefrei und wurde mit einem Läufer aus Wachslehwiausserdem an jeder Thür mit einer Strohmatte bedeckt,
Der Abstand je zweier in der Längsrichtung zusam»gehöriger Pfeiler von einander entsprach der LängeKrankentragen; der Abstand jedes Pfeilers von der ihörigen Seitenwand war etwas grösser als die Breite kTragen.
Zur Lagerung der zu Transportirenden dientePreussische Feldtrage ') von 57 cm Breite und 250Länge, welche mit einer einfachen oder doppelten Matal(8 Pfund) und einem Keilkissen von Rosshaar (3 Pwferner mit einem Laken und zwei (unter Umständen melwollenen Decken ausgerüstet ward. Die geringe Brades Lagers konnte durch überragende Matratzen beziehn
') Vergl. S. 28.
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