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IV. Kapitel: Krankenzcrstreuung.
Band I
gebracht; für die Lazarethe auf dem Kriegsschauplätzeüberhaupt (Feld-, Kriegs-, Etappen-, Kantonnemeutslazarethe)beträgt die durchschnittliche Verpflegungsdauer einesKranken ca. 13 Tage, für die Lazarethe des Inlandes(unter Ausschluss der Kranken der immobilen Armee)ca. 56 Tage. Ein Lazarethkranker der mobilen Armeeüberhaupt (in Lazarethen auf dem Kriegsschauplätze undim Inlande) weist 44.9 Verpflegungstage auf.
Auch diejenigen Beurtheiler, welche — ohne detaillirteZahlenunterlagen, wesentlich auf Grund des durch denAnblick endloser Wagenzüge voll Verwundeter erregtenMitleids oder vereinzelter Missgriffe — die im Kriege1870/71 bei den Deutschen Heeren durchgeführtenEvakuationen für übermässige zu erachten gewöhnt sind,bestreiten nicht, dass die ausgedehnte Krankenzerstreuungaller Wahrscheinlichkeit nach wesentlich mit dazu bei-getragen hat, dass die Deutschen Heere nicht mehr, alsthatsächlich der Fall war, von Wundkrankheiten undSeuchen heimgesucht worden sind. Es inuss hinzugefügtwerden, dass es ohne diese Evakuationen unmöglich ge-wesen wäre, zur ersten Hilfe auf den Schlachtfeldern undzur längeren Behandlung der Schwerverwundeten stets so
zahlreiche Sanitäts-Anstalten rechtzeitig zu versammeln *■auf S. 219 und 258 nachgewiesen shid. Der Vortheil, wden auf dem Kriegsschauplatze verbliebenen VerwundeteKranken und Gesunden aus der ausgedehnten Rücksezahlreicher Verwundeter und Kranker erwachsen, ist denuui Iein unbezweifelter; die freilich kaum minder wichtige, in u fschiedenem Sinne beantwortete zweite Frage ist diejene Vortueile durch Benachtheiligung der Transportirjerkauft sind. Diese Frage kann — soweit das Material!es überhaupt zulässt — erst im chirurgischen und mediizinischen Theile des Berichts ihre Erledigung finden, jjier Isei nur darauf hingewiesen, dass das Dilemma zwischen!übermässiger Krankenanhäufung auf dem Kriegsschaupiaund Minderung der ersten Hilfe durch Festlegung einer Izu grossen Zahl mobiler Sanitäts-Anstalten einerseits und!der Möglichkeit einer Schädigung der Transportirteu anderer-seits eine allseitig befriedigende, vollkommen reine Lösumkaum zuzulassen scheint, dass jedoch das hauptsächlicheMittel zu einer annähernden Einigung über diese FraJin der Vervollkommnung des Krankentransportwesens zJsuchen sein dürfte, mit dessen hauptsächlichstem Theile fieldas nachfolgende Kapitel beschäftigen soll.
Die wichtigsteSauitätswesen aus degetragen hat, sind
darauf hingedeutahntransportes Verw■scheint, eine ausgieTransportirten n__ekt zur Ausnützujeizutragen, welcheKranken für diese £Jie Bevölkerung derauch indirekt •— dudie Frage nach eineinäher zu bringen.
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