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IX. Abschnitt: Südwestlicher Kriegsschauplatz.
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>*ur durch die angestrengteste Thätigkeit des Personals,welches am ersten Tage von Truppenärzten einer dort kanton-nirenden Munitionskolonne unterstützt wurde, und durch fort-o-esetzte Evakuirung (vom 3. bis 7. Dezember nach Chartres)-ilang es dem Spital, sich am 8. Dezember verfügbar zu machen.Dasselbe hat 1109 Mann, einschliesslich 962 Verwundete,versorgt.
Schlacht bei Loigny—Poupry am 2. Dezember.
In der Schlacht bei Loigny—Poupry 1 ) errichtetePreussischerseits das 2. Sanitätsdetachement IX. Armee-korps (17. Division) einen Verbandplatz in dem DorfeBaürneaux, später einen solchen in Lurneau, wo auch das2, Sanitätsdetachement X. Armeekorps in Wirksamkeittrat. Bayerischerseits wurde von einem Zuge der 1. Sanitäts-Kompagnie in Villeprevost ein Hilfsplatz und in Tillaile Peneux von der 1. und 4. Sanitäts-Kompagnie ein Haupt-Verbandplatz errichtet.
Der Hilfsplatz in Villeprevost, einem nur aus wenigenHtasera bestehenden Ort, befand sich in einem schloss-älmliehen Gebäude, welches sich allmälig so füllte, dassauch die Stallung, die Scheunen und einige benachbarteHäuser belegt werden mussten. Hierher kamen ungefähr300, nach Tillai, wo fast alle Häuser mit Verwundetenrefüllt waren, 500 Mann; die Leichtverwundeten wurdenmöglichst rasch nach Ymonville weitergeschickt. Alle Ver-wundeten waren durch die Anstrengungen der vorher-gegangenen Märsche, den zweitägigen Kampf und dieherrschende Kälte aufs äusserste erschöpft, so dass vorallem Anderen auf ihre Erwärmung und Labung dieDröglichste Sorgfalt verwendet werden musste.
Schon im Laufe des Nachmittags wurde mit der Ueber-fiihrung auch der Schwerverwundeten in das Aufnahnis-feldspital No. 11 in Ymonville begonnen und dieselbe amandern Morgen fortgesetzt. Doch musste bei dem an-befohlenen Vormarsche des Korps, dem sich die Sanitäts-Kompagnien anzuschliessen hatten, eine grosse Zahl Ver-wundeter in Villeprevost und in Tillai zurückgelassenwerden, bei welchen ein Landwehr-Assistenzarzt mit Sanitäts-soldaten zurückblieb. Demselben gelang es zwar, durchDrohungen den Maire des Ortes zur Beschaffung von Land-rwerken und der unumgänglich nöthigen Lebensmittelzu bewegen, doch blieb seine Aufgabe in jeder Beziehungeine schwierige, bis am 5. Dezember das Aufnahins-Feld-ipital No. 6 eintraf, welches die Verwundeten in beidenOrtschaften übernahm. Der Verlust der Feldspitäler, welchebei der Bäumung von Orleans in die Hände der Franzosengefallen waren, machte sich hier und in den folgendenKämpfen in der empfindlichsten Weise geltend.
Vier Feldlazarethe etablirten sich, das Lazareth inYmonville eingerechnet, dessen Niederlassung durch das
Vergl. Generalstabswerk II, 8. 493 ff.
Gefecht bei Villepion veranlasst worden war, in vierNachbardörfern.
Während der folgenden Tage kamen in der Nähe nocheinige Feldlazarethe zur Thätigkeit. welche sich jedochwegen der Kämpfe an den nächstfolgenden Tagen nichtausschliesslich auf die Opfer der Schlacht bei Loigny—Poupry beschränkte. Jedenfalls waren mit der Pflege derVerwundeten aus der Schlacht bei Loigny—Poupry folgendeFeldlazarethe beschäftigt:
Vom Tage der Schlacht ab das bereits erwähnte inYmonville; das 9. Feldlazareth XL Armeekorps zu Baigneaux;das 2. XIII. Armeekorps in Brandeion und das 9. desselbenArmeekorps in Bazoches les Hautes;
vom 4. Dezember ab das 2. und G. Aufnahms-Feldspital
1. Bayerischen Armeekorps in Orgeres bezw. Villeprevost.
In Baigneaux benutzte das 9. Feldlazareth XL Armeekorpsdas sogenannte Schloss, das Schulhaus, sowie 11 Privathäuserund nahm daselbst 250 Verwundete auf. Vom S.Dezember abwurde das Lazareth durch eine Englische Ambulanz unter-stützt, welche jedoch am 15. Dezember, als durch zahlreicheEntlassungen die Zahl der Verwundeten erheblich abgenommenhatte, gemeinschaftlich mit der 1. Sektion des Feldlazarethsder 22. Infanterie-Division folgte, so dass fortan nur die
2. Sektion den Dienst in Baigneaux versah. Am 29. Dezemberwurde letztere durch die 1. Sektion des 3. FeldlazarethsXIII. Armeekorps abgelöst.
Das 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps hatte während derSchlacht am 2. Dezember Befehl erhalten, sich in Bazochesles Hautes zu etabliren. Bei dem Eintreffen daselbst fand esdas Schloss und sämmtliehe für Lazarethzwecke irgend ver-wendbaren Häuser bereits durch das 9. Feldlazareth XIII. Armee-korps besetzt, rückte daher alsbald nach Brandeion; die demSchlachtfelde näher gelegenen Ortschaften standen in Flammen.Die hygienischen Verhältnisse Brandeions Hessen allerdingsVieles zu wünschen übrig; meist hatten die Wohnhäuser nureinen einzigen heizbaren Raum, eine Belegung von Scheunenund Ställen aber verbot sich durch die strenge Kälte, welchezu jener Zeit herrschte. In Summa behandelte das Lazarethin Brandeion 351 Mann, darunter 342 Verwundete; am21.De~zember verlegte es die in Bestand verbliebenen 32 Mann nachdem hygienisch sehr viel günstigeren Bazoches les Hautes, dadas Lazareth Befehl erhalten hatte, das bis dahin an diesem Ortthätige 9. Feldlazareth XIII. Armeekorps abzulösen.
Letzteres war am 2. Dezember der 17. Infanterie-Divisionauf das Gefechtsfeld gefolgt, hatte sich alsbald in Bazochesles Hautes eingerichtet und, wie bereits erwähnt, alle irgendfür Lazarethzwecke verwendbaren Räumlichkeiten daselbst inBenutzung genommen. Das Lazareth war bei dem starkenAndränge von Verwundeten des 2. und weiterhin des 3. De-zember genöthigt, 300 Leichtverwundete nach angelegtem Ver-bände rückwärts zu befördern, während es 276 Verwundete(u. a. 48 Franzosen) zurückbehielt. Vom 6. Dezember abwaren geregelte Krankentransporte möglich. Am 21. Dezemberging der Dienst in Bazoches les Hautes an das 2. FeldlazarethXIII. Armeekorps über. Nach der Vereinigung der Beständedes 2. und 9. Feldlazareths XIII. Armeekorps befanden sicham 21. Dezember in Summa 58 Schwerverwundete in Bazochesles Hautes. Das 2. Feldlazareth XIII. Armeekorps wirktedaselbst noch bis zum 19. Januar 1871 und übergab an demgedachten Tage 12 Verwundete der 1. Sektion des 3. Feld-lazareths XIII. Armeekorps. Letzteres, wie vorstehend erwähnt,
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