April liW,
vill Jrrent viind zegrund gand), sonder In dem allgemeinen verstand vnnd vßlegung der heiligen katholischenKilchen :c.
Wir bittend üch, G. L. A. E., sind doch yngedenck der Heilligen Dienern Gottes Sanct Felixen, S. Regula,S. Exuperancij, S. Vineentzen, S. Beaten, S. Meinraden, deß Säligen bruder Clausen, deren ettliche üwere Patronen,die andern aber bu üch vnnd vns gewonet, die Jr onch für heillig achtend, maß dieselben für ein glouben ge-hept, Ob sy nit In vnserm Allten Katholischen glouben gestorben, Jr leben aber mit Heilligkeitt vnnd Wunder-thatten verschlissen w.
Wir bitten üch onch noch Hütt by tag vffsehenß zehaben vnnd zemerckhen vfs die wunderwcrckh, so noch täglichIn der Catholischen kilchen vnnd bv vnnß selbs beschächent, vnns ouch warhafftigklich zegloubeu, Daß die Düffel vß-getribenn, Die hinckenden grad vnnd die Lamen gsund werden nach den ivordteun Christj vnnd deß waaren Evan-gelij. Es wäre üch ouch noch vill zu crzelle» von den großen wunderwcrckhenn, so Gott der Herr noch täglich allent-halben vnndcr den gloübigen, sonderlich aber bv denen, so sich erst nüwlich zu dem glouben bckeerent, erzeigtt vnndwürcktt, wo wir nitt vermeint, üch solliches verdrießlich gsin wäre, wollichs alles so krefftige Zügknußcn sind, dassy üch bilUch harzu bewegen sollent.
Betrachtend demnach ein wenig mit dem Heilligen Hieronymo die Ordenliche vnnd Stätts wärende successionvnnd nach volg der Bäpsten von S. Petro dannen biß vff sin Zytt vnnd daß dieselbige suecession ouch von dan-nen stätts gewärtt vnnd noch wärent vnnd nach den wortten Christj zu Petro gesprochen, daß synn gloub nit zerganwerde, wyttcr weren wirdt biß zu der End der wellt. Demnach ouch mit dem Heilligen Augustino, die ein heillig-keitt vnnd ordenliche zusamen stimung vnsers allten Catholischen Christlichen gloubcns In der gantzen wyttcn well,die ouch vber die 1500 Jar In sollichem einhälligem iväse» stätts vnnd vnverendert bliben, hargegen wie zwy-spalltig vnnd vneinig üwere kilchen Diener minder einander syent, Das ouch Jr die weltlichem, Oberkeitten s« ett-wan mit gwallt zu der Einigkeitt handhaben, vnnd ouch diser vrsachen halb stätts von üch assistendten oder zuge-thane vß üwern Rhätten In Ire versamblungen verordnen müssent.
Item ivievit malen sv üweren glouben In Villen stucken verendert, vnnd noch Hütt bu tag nüt bestendigs daIst; wöllches einstig üch gnugsam zu verstan geben sollt, Daß der Geist Gottes ldcr einig Ist vnnd nit Irren kau)söllches »it Leittett.
Wir bittend üch ouch hieneben yngedenckh zesyn vnnd zehersten zefüeren, maß glücksälliger vnnd Guldiner Jaren(wie maus nemmen inöcht) gewesen by vnnser vätter Zytten, Da vnnser Katholischer gloub noch ganst vnnd ein-heillig In vnnsern Landen war, Item wie der sägen Gottes by vnnd vnder Inen gewesen», wie sy das recht ge-loptt vnnd noch wytt darüber glücksälligers Land besessen Hand; Dann sy die Völle aller süssigkcitt, deß Honigsgöttlicher gnaden vnnd gaben, die wollriechende vnd angenäme milch brüderlicher Liebe, de» wollgeschmacktcn wyn allerlügenden vnnd frowden, Ouch die Völle deß brodts deß Lebens genoßenn.
Wöllcher vnnd derglychen meer vnzalbarlichen sälligkeitten halber, so by vnnd vnder vnnsernn vättern gewesen,wir üch abermalen zum höchsten bittendt, Jr zu Herste» fassen vnnd Jnnigklich erwägen» wöllent, was sidhar nachverenderung deß gloubens wie vill vnzalbarlichs Jammers, nott vnnd trübsall sich verloffen, Ob nit warhafftig dersägen» vnnd Gnad Gottes by Inen vnnsern vättern gewesen, Derwylen sv In dem allten Catholischen gloubenverharret, Vnnd derhalben üch widerumb In das Portt deß Rechten versicherten gestatts begeben w.
Hyemit, G. L. A. E., wurdt alle Zertrennung vnder vnnß vereiniget, die bösen afsecten gestillet, Der gutt willvcrsichertt, vnnd werden alle böse Verbitterungen vnnd mißthruwen, alles hindcrredcn, schellten vnnd schmähen fürsich selbs hingenommen, Fürsten, Herrn vnnd andern, so vnnß abgünstig oder vffsestig sin möchten oder wölkten, alleHoffnung, ettwas an vns zu erJagen oder beholen, entnommen, vnnd In Summa, so würdt durch diß einstig zu-samen lhun Alles das, was vnns zu beide» theilcn gegen einander» beschwert, vffhören.
Damit aber Jr, vnnser G. L. A. E., vnnser wolmeinend, thrüw vnnd vffrecht gemüett gegen üch desto baßerkennen Mögennt, Das wir begerent mit niemandem Lieber zehusen, Dann mit üch, vnnd daß vnnß (wie wir wollcrkennent) In diser wellt niemant nustlicher sin kann noch baß anstannde, Dann Jr;
So entbiettennd wir vnnß, wo Jr üch allso In einigkeitt vnnsers gloubens, den üwere fromme Vorder» ouch