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April 1536,
bücher sind, sich darinnen Jres gottsälligen Handels vnnd wanndels, Lebens vnnc> sterbens müssen zu erinnern, euchsollches alles stätts vor ougen zesehen, Läsen vnnd betrachten, vnnd allso Jrem gutten Exempell nachzefolgenn vr-sach saßen.
Hiemitt beduncktt vnns sy gnugsam geschwächt syent, Diewyl Jr Inen die Eer, so Gott der Herr Inen selbsangethan, nitt gonnent, Die wunderwerckh, so er durch sy gewürcktt, nit hören >völlent, vnnd die für fabel, Ja fürTüffelswerckh halltend, Ouch Jr Heligthumb verspottendt vnnd gar verwerffent, so doch dieselben kostliche gefessvnnd heillige wonungen deß Heilligen geists gewesen sind.
Was dann die gutten werckh belangtt, zu denen Jr meldent, man das Volck by üch vß den Heilligen Zehenugebotten Gottes trybe vnnd Ernstlich vermane, will vnns, G, L. A. E., von nötten sin beduncken, ettwas wyttloüf-figers davon zehandlen, Diewyl In disem glich alls ouch In anderm, wie wir vnns deren gebruchent, vill änderst,Dann aber an Jme selbs Ist, By üch vnnd üwerm gemeinen Man fürgeben vnnd gehallten würdt. Dann wasJr daruff halltendt, können wir nit woll verstann, Sittenmall wir In der nüwgloübigenn vnglychen täglichen rede»,singen, Predigen vnnd schryben glych das Widerspill hörent vnnd läsent, Das alle gerechten In Einem Jeden gut-ten werckh sündigenn; Item das alle gutte werckh In Inen selbs vnrein vnnd vor Gott beflecktt, Ouch zum heiltder seelen nit Nottwendig, Dann allein der gloub den Menschen gerecht vnnd fällig mache, vnnd syen die guttenwerckh Lutter sünd; Im Evangelio werde khein gutts werckh bevolhen; Keyne gutte werckh syent verdienstlich,mit wöllichen die Ewig belonung Im Himmeil vnnd die krön der gerechtigkheit erlangt werden möge, Obwoll Chri-stus clar vnnd Lutter leert, Das die Christen ohne glychßnery mit Lutterm Hertzen fasten, betten vnnd almußengeben söllen, vnnd Inen vcrheist, Das der vatter, so es In geheim ficht, Inen den fastenden, bettenden vnndbarmhertzigen vergellten, Namblich das sy Iren Lon oder belonung by dem Jhenigen, der einen Jeden nach sinenwerckhenn betonen würdt, nit verlieren werden. Item so leeren vnnd schryben die Jhenigen, Es könne niemandts,ob Jme schon durch die gnad Gottes gehollffen würde, mitt gutten werckhenn die 16 gebott hallten noch erfüllen,Alls ob Christus vergebens gesagt, So du zum Leben willt Yngan, so hallt die gebott w. Was Ist aber gemeinersby üwerm gemeinen Man, alls der verfälschte Psalm, All vnnser thnn Ist vmb sunst, ouch In dem besten Leben:c.;Vnangesehen Das der Herr gesagtt, wer gutts thutt, würdt yngann In das Ewig Lebenn. Was können nun guttewerckh gellten, Da man dem Menschen den fryen willen nimpt?
Was dann man Letstlich für gutte werckh by vnns ficht oder davon hörtt sagen», muß es alles glychßnervApostützlerey, Menschen Tandt vnnd vnnütz sin, Wie Jr üch dann selbs wol zu erynneren wüssent, vnnd kewserklärens bedarff, wie es üwers Leerer vßschryent vnnd vernüttendt, vß wöllichem allem vnnd derglychen vngerymp-M vnbillichem fürgsben (so wir kürtze halb vnnder Lassent), können wir In vnserm kleinfüegen verstand nit finden,Das man vill vff den gutten werckenn hallte, vill wenyger, Das man das Volck darzu trybe vnnd Ernstlich ver-mane, Sonder vill mehr, Das man sy davon abzühe vnnd hindere, wie es dann ouch Im werckh clar gesehenwirdt. Das dann üwere Leerer so überflüssig den Menschen Tandt fürwerffendt (glych alls ob sy mehr dann Men-schen oder Engel oder über alle Heilligen vätter vnnd Leerer der kilchen vnnd Concilia zu eirchigen Reformierern derHeilligen gschnfft vnnd kilchengschefften von oben herad verordnett wären), Sagent wir vnnd halltendt diß für men-schen Tandt, wann einer vß siner selbs Eignen Fürwitz allso vermessenlich sin vrtheil vnnd gutt beduncken» zuwiderder Heilligen geschafft vnnd dem verstandt der allgemeine» Katholischen Christlichen kilchen (die der heillig geist Re-giertt) setzt vnnd für schrybtt :c.
Vnnd diewyll dann, G. L. A, E., Disre Nüwe Leerer vnnd kilchen Dienner wider vnns Katholische üwere vn-derthonen von derglychen dingen mit vill Lesterlichen vndt Erdichten wortten das Letz fürgebent, vnnd damit dochJr den rechten grundt der katholischen kilchen, was die davon Leert vnnd hallt, warhaffrigklich müssen vnnd fassenmögent, haben wir vß Christlichem gmüett nitt vnder Lassen können, üch dessen ouch zu berichten; Dann wir nachdem Apostolischen bevelch allzytt bereidt sindt, Einem Jeden, der vnnsers gloubens grundt vnnd vrsach vordertt,möglichistes benügen zethundt, gutter Hoffnung, wann Jr diß In diesem vnnd anberm vnnsre wollgegründte Mei-nung verstau, Jr dieselbig nit allein nitt verwerffen noch bös heissen können, sonder mit vnns stimmen vnnd übereinkommen werden; Dann Es keinem recht verstendigen katholischen Christen Menschen nie In sinn kommen (wie